Ernährung

Magnesiummangel
erkennen und bekämpfen

18.01.01 (meome) Magnesium erfüllt im Organismus zahlreiche lebenswichtige Aufgaben. Über 300 Enzyme sind für ihr Wirken im Stoffwechsel von Magnesium abhängig. Magnesium spielt eine Rolle beim Zellkernaufbau, im Energiestoffwechsel sowie beim Aufbau von Eiweiß, Fetten, Kohlehydraten und Hormonen. Weiter sind die Erregungsleitungen in Nerven, die Erregungsübertragung von Nerven auf Muskeln sowie der Spannungszustand der Muskulatur von Magnesium abhängig.

Diese Abhängigkeit ist natürlich für uns Sportler von ganz besonderer Wichtigkeit. Der tägliche Magnesiumbedarf erwachsener Menschen liegt zwischen 3,0 und 4,5 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Dies würde für eine 75kg schwere Person einen Magnesiumbedarf von bis zu 340mg bedeuten. Kinder und Jugendliche haben einen relativ höheren Magnesiumbedarf als Erwachsene. Diese Angaben unterliegen jedoch sehr vielen Faktoren. Intensiver Leistungssport, Arbeit bei großer Hitze und häufiger Alkoholgenuss erhöhen den Magnesiumbedarf deutlich. Magnesium geht vermehrt über den Schweiß verloren und wird natürlich auch über die Nieren ausgeschieden. Da die Schweißproduktion an heißen Tagen bis zu 3 Liter in der Stunde (ohne Sport!!) betragen kann, ist ein Magnesiummangel ohne Ernährungsergänzer oft vorprogrammiert.

Die Anzeichen eines Magnesium-Mangels sind meist unspezifisch und äußern sich z.B. in Schwächegefühl und Konzentrationsstörungen. Außerdem ist durch Magnesiummangel das Nervensystem gestört. Dies äußert sich in Erregbarkeit, Nervosität, Taubheitsgefühl und Kribbeln in Armen und Beinen. Erste Anzeichen eines Mangels sind Muskelkrämpfe (vor allem in der Wadenmuskulatur).

Wenn diese Symptome gänzlich oder teilweise bei Ihnen auftreten, sollten Sie schleunigst handeln und einen Sportarzt aufsuchen. Natürlich können Sie auch selbst Magnesium zuführen. Sie können die verschiedensten Präparate in der Apotheke erwerben.
Jedoch Achtung: Eine zu starke Magnesiumzufuhr kann zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen. Suchen Sie daher auf jeden Fall das Gespräch mit einem Arzt oder Apotheker.
Ihre Gesundheit wird es Ihnen danken!!

(Quelle: www.meome.de )

 
von Sebastian Resch (Leichtathletik-Experte www.meome.de )
 

    www.steeple.de / www.leichtathletik.de präsentiert in dieser Rubrik regelmäßig Informationen aus den Bereichen Training und Sportmedizin, die nicht nur für Spitzenathleten interessant sind, sondern auch Hobbyläufer und Allgemeinsportler ansprechen. 


  Alle Rechte vorbehalten. Copyright by www.steeple.de