Gesundheit

Oh weh, mein Rücken

21.03.01 (meome) Wenn der Rücken regelmäßig schmerzt, kann es oft schon fünf vor zwölf sein. Was kann man dagegen machen? Wie lässt man es erst gar nicht so weit kommen? 
Viele von uns sind sportlich mehr als nur aktiv. Täglich Sport? Für viele ist dies schon ein Muss. An genügend Bewegung mangelt es den meisten nicht. Warum machen Rückenschmerzen aber auch vor Sportlern nicht halt?

Beruf, Schule, Studium oder ganz einfach nur das Hobby tragen sicherlich einen großen Teil dazu bei. Gerade beim falschen Bücken, Heben und Tragen lasten erhebliche Kräfte auf der Wirbelsäule, die sogar zu einem Hexenschuss oder Bandscheibenvorfall führen können. Was kann man tun, um sich vor Rückenschmerzen zu schützen?

Das richtige Heben von leichten Gegenständen
Möchte man leichte Gegenstände heben, geht man in leichter Schrittstellung und mit geradem Rücken in die Hocke. Das Tiefgehen und Aufstehen kann durch Abstützen auf dem Oberschenkeln des vorderen Beines erleichtert werden.
Das Richtige Heben von schweren Gegenständen
Bei schweren Gegenständen sollte man so nah wie nur möglich an das Gewicht herantreten und dabei möglichst Körperkontakt herstellen. Wenn möglich sollte man über dem Gegenstand in leichter Grätschhaltung stehen. Vor dem Anheben des Gegenstandes aus den Beinen heraus mit geradem Rücken, muss die Rumpfmuskulatur angespannt werden. Mit dem Anheben des Gewichts erfolgt die Ausatmung. Vor einer Verwringung der Wirbelsäule sollte man sich in Acht nehmen. Ein typisches Beispiel dafür ist das Beladen des Kofferraums mit einer Kiste. Dies hört sich jetzt alles natürlich sehr theoretisch an. 

Hier ein paar Praxistipps:

  • Besuchen sie einen Rückenschulkurs unter der Leitung eines kompetenten Mediziners oder Orthopäden. Auch Physiotherapeuten sind auf diesem Gebiet sehr bewandert. Wichtig ist hier, dass sie diesen Kurs besuchen, auch wenn sie nur gelegentlich oder noch gar keine Rückenprobleme haben.
  • Vermeiden sie langes Sitzen. Natürlich ist dies einfacher gesagt als getan, wenn man zum Beispiel beruflich oder schulisch oft stundenlang sitzen muss. Ein häufiger Wechsel mit Stehen und Gehen kann aber schon Wunder wirken.
  • Man sollte nicht still sitzen, sondern dynamisch. Aber auch dies nicht zu lange.
  • Häufiger sollte man auch eine Entspannungslage einnehmen (Rückenlage – Beine hochlegen).
  • Regelmäßige Bewegungspausen und körperliche Aktivitäten wie z.B. rückenspezifisches Kraft- und Dehntraining, Joggen, Radfahren, vorzugsweise auf einem Fahrradergometer, da bei diesem die Nacken- und Schultermuskulatur geringer als beim Fahren im Freien belastet wird, sind ratsam.
  • Bei Tätigkeiten im Haushalt, im Garten, im Hobby etc. sollte man die Rückenschulrichtlinien beachten.
  • Streben sie ihr Idealgewicht an! Jedes Kilogramm zuviel belastet ihre Wirbelsäule unnötig. 

Viel Spaß beim Training! Der Frühling ist ja für uns Leichtathleten nach den langen Wintermonaten die schönste Zeit! Und achtet auf euren Rücken. Er wird es euch danken.

(Quelle: www.meome.de)

 
von Sebastian Resch (Leichtathletik-Experte www.meome.de )
 

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