Bayer-Interview mit Steffi Nerius

"70 Meter hat man im Hinterkopf"

Speerwerferin hofft nach Operation auf Edelmetall in München

Steffi Nerius30.01.02 (fc/bayer) Steffi Nerius war im letzten Jahr trotz einiger Verletzungssorgen mit dem fünften Rang bei der WM in Edmonton Deutschlands Vorzeigespeerwerferin. Inzwischen hat sie sich einer Ellbogenoperation unterzogen und befindet sich im Aufbautraining. Welche Ziele sie für die EM in München hat und wie sie sich im Winter die Zeit vertreibt, verrät sie in unserem Interview.

Wie sieht Ihre persönliche Saisonplanung jetzt, zu einem Zeitpunkt bei dem sich viele ihrer Kollegen in der Halle tummeln, aus?

Steffi Nerius:
Eine Hallensaison gab es für mich noch nie, deshalb ist die Planung ähnlich wie in den letzten Jahren. Zur Zeit sind wir in einer langfristigen Aufbauphase nach meiner Ellbogenoperation. Ich versuche mich wieder langsam an meine maximale Leistungsfähigkeit heranzutasten.

Wann wollen Sie zum ersten Mal in das Wettkampfgeschehen eingreifen?

Steffi Nerius:
Nach einem weiteren Trainingslager in Kienbaum und einem in Spanien im April werde ich am 11. Mai erstmals wieder in Halle/Saale beim Werfertag starten.

Sie wurden im letzten Jahr Deutsche Meisterin und Fünfte bei der WM in Edmonton. Die Europameisterschaft in München ruft...

Steffi Nerius:
Wenn ich gesund bleibe, dürfte es kein Problem sein, die Norm von 61 Metern zu schaffen. Wenn ich die entsprechende Form in München habe, besitze ich natürlich auch den Ehrgeiz, möglichst aufs Treppchen zu kommen.

Halten Sie eine Weite von siebzig Metern für möglich?

Steffi Nerius:
Die siebzig Meter als magische Grenze hat man immer im Hinterkopf. Aber ich denke nicht so sehr an den Welt- oder Europarekord.

Betreiben Sie noch eine andere Sportart zum Ausgleich? 

Steffi Nerius:
Auch wenn mein Trainer Helge Zöllkau dies wegen der Verletzungsgefahr nicht gerne hört - ich spiele im Winter einmal pro Woche Volleyball in in einer Hobby-Mixed-Mannschaft und auch oft Punktspiele mit.

Wie sehen Ihre beruflichen Ambitionen aus?

Steffi Nerius:
Ich bin Diplom-Sportlehrerin und arbeite neben dem Sport zweimal in der Woche in einem Krankenhaus und mache Bewegungstherapie mit Dialysepatienten. In Zukunft würde ich gerne im Behindertensport arbeiten. 

Interview mit freundlicher Unterstützung von Bayer Sport

 

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