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Interview mit Steffi Nerius
"Es
ist doch ein Porsche geblieben"
Mit nur einem Versuch in
Regensburg zu optimaler Ausbeute
16.06.01
(fc) Steffi Nerius hatte
einen Saisoneinstand nach Maß. Ein Wurf genügte ihr bei der Domspitzmilch-Gala
in Regensburg zu einer neuen deutschen Jahresbestleistung, der WM-Norm und der
Europacup-Qualifikation. Dabei trotzte sie auch dem Regenwetter. Das
Leichtathletik-Online-Magazin unterhielt sich danach mit einer gut gelaunten
Leverkusenerin über ihren Vergleich mit einem Porsche, ihre
Ellenbogenverletzung und ihre Pläne in dieser Saison.
Steeple:
Ein Wurf genügte zu 63,72 Metern beim Saisondebüt in Regensburg. Deutsche
Jahresbestleistung, WM-Norm, Europacup-Qualifikation. Was sagst Du selbst zu
Deinem Wettkampf?
Steffi Nerius:
Super... So habe ich mir das vorgestellt... (lacht) Die Drei-Wochen-Planung sah
so aus: hier gewinnen, nächste Woche in Bremen gewinnen, Deutsche gewinnen.
Immer im ersten Versuch, das wäre perfekt. Nein, Quatsch! Es war schon ganz
gut, gerade bei den regnerischen Bedingungen. Man nimmt sich viel vor. Ob man
das umsetzen kann, ist immer die zweite Frage. Der Wettkampf war optimal, gerade
auch wegen meiner Ellbogenverletzung im Hinterkopf. Die Norm und den
Europacup-Platz mit einem Wettkampf in der Tasche zu haben, ist sehr
zufriedenstellend.
Steeple:
Wie geht es dem verletzten Ellenbogen nach dem Bewerb?
Steffi Nerius:
Ich habe ihn gerade schon gekühlt und Salbe drauf gemacht. Jetzt muss ich ihn
therapieren, damit ich beim Europacup auch einen Versuch packe (lacht).
Nein, ich hoffe, dass ich dort schon etwas mehr schaffen kann.
Steeple:
Was ging Dir durch den Kopf, als die dunklen Wolken am Regensburger Himmel
aufzogen?
Steffi Nerius:
Als ich angekommen bin, war eigentlich noch schönes Wetter. Ich habe gehofft,
dass es so bleibt. Als es anfing, zu regnen, dachte ich erst mal: oh je.
Natürlich geht die Motivation nicht nach oben. Andererseits habe ich beim
Einwerfen schon gemerkt, dass ich auf den Wettkampf heiß bin und ich werfen
wollte, damit etwas zu Buche steht. Es waren aber keine optimalen Bedingungen.
Es war schwer zu werfen.

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