Interview mit Wolfram Müller

"München ist das große Ziel"

Der Pirnaer hat ein turbulentes Jahr hinter sich

Wolfram Müller26.10.2001 (ewa) Er gilt als das größte deutsche Lauftalent seit Dieter Baumann. Wolfram Müllers Erfolgsbilanz ist angesichts seines Alters bereits beachtlich. Der 20jährige Pirnaer war bereits Junioren-Vize-Weltmeister (1500 Meter), Junioren-Europameister (1500 und 5000 Meter sowie im Cross) und gewann in diesem Jahr in Stuttgart seinen ersten deutschen Meistertitel über 1500 Meter. "Die WM in Edmonton war enttäuschend", zeigt er sich selbstkritisch. Müller, der als äußerst zielstrebig und konsequent gilt, untermauert seine Ambitionen durch seinen Ausstieg aus der Schule und packt auch im Laufteam Pirna seine sportliche Zukunft entschieden an. Steeple-Mitarbeiter Ewald Walker unterhielt sich mit dem jungen Sachsen über dessen Saisonbilanz – in sportlicher und persönlicher Sicht. "Natürlich möchte ich in München bei der EM im eigenen Land vorne dabei sein", blickt Müller auch in die kommende Saison. 

Steeple:
Wolfram Müller, die abgelaufene Saison stand für Sie wohl ganz im Zeichen des Übergangs vom Juniorenbereich in die Aktivenklasse... 

Wolfram Müller: 
Nach den Erfolgen in der Juniorenklasse ging es in der Tat um die Bewährung bei den Aktiven. Dabei war es schwer, einfach nur mitzulaufen und überholt zu werden, nachdem ich bei den Junioren immer von vorne gelaufen bin. Das war eine Kopfsache, die nicht leicht zu bewältigen war.

Steeple:
Wie sieht denn die Bilanz der Saison 2001 aus? 

Wolfram Müller: 
Insgesamt bin ich zufrieden, zumal sich meine Leistungen zum Saisonende hin sehr gut entwickelt haben. Die Hallenmeisterschaften in Dortmund mit Platz zwei über 800 Meter hinter Nico Motchebon war eine Enttäuschung und auch bei der WM in Edmonton hatte ich mir mehr erhofft als den Vorlauf. Dafür habe ich mit dem U23-EM-Titel und der Meisterschaft von Stuttgart wichtige Ziele erreicht.

 

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