Stimmen und Meinungen

Nils Schumann: "Schwierigste war,
dass Schuhe nicht stecken bleiben"

Was bei den Deutschen Cross-Meisterschaften so alles gesagt wurde...

03.03.01 (fc) Die Deutschen Cross-Meisterschaften hatten mit Nils Schumann einen Olympiasieger zu bieten. Dementsprechend stand der etatmäßige 800-Meter-Läufer bei seinem ersten ernsthaften Rennen des Jahres auch im Mittelpunkt des Geschehens. Mit einem fünften Platz zog er sich achtbar aus der Affäre. Zu Überraschungssiegen kamen Andre Green und Jens Borrmann, während der Doppelsieg der Braunschweigerin Luminita Zaituc nicht weiter verwunderte. Was die einzelnen Akteure danach so von sich gaben, hat das Leichtathletik-Online-Magazin für Sie eingefangen.

Andre Green (Sieger Langstrecke Männer):
"Das war eine sehr, sehr harte Strecke. Der Titel hat für mich eine hohe Bedeutung. Ich habe alles gegeben. Ich wollte eigentlich nur so lange wie möglich vorne mitlaufen. Mein Ziel für den Sommer ist Edmonton."

Sebastian Hallmann
(Dritter Langstrecke Männer):
"Ich bin auf keinen Fall enttäuscht, weil ich bis vor kurzem noch verletzt war. Es ist besser gelaufen, als ich erwartet hatte."

Damian Kallabis
(Dritter Mittelstrecke Männer):
"Die Langstrecke ist mir zu lang. Ich hatte mich nicht speziell auf die Cross-Meisterschaften vorbereitet und keine Crossläufe vorher gemacht."

Thorsten Naumann
(Zweiter Langstrecke Männer):
"Das war eine Super-Crossstrecke und eine gute Stimmung. Ich finde es besser, wenn die Cross-DM im März stattfindet, weil dann die Kraft-Ausdauer-Werte besser sind. Ich bin hoch zufrieden und hätte nicht damit gerechnet, meine erste Medaille im Crosslauf zu gewinnen."

Luminita Zaituc
(Doppelsiegerin Frauen): 
"Nach dem Training hatte ich die Kraft, zwei Strecken zu laufen. So eine schwere Strecke hat man nicht alle Tage. Ich will am 25. März einen Marathon laufen und freue mich sehr, dass ich hier gewonnen habe. Die Mittelstrecke war auch für unsere Mannschaft wichtig."

Nils Schumann (Fünfter Mittelstrecke Männer):
"Ich bin sehr zufrieden. Ich habe mich ganz achtbar geschlagen. Ich wusste nicht, welchen Platz ich hier machen kann. Für mich war heute das Schwierigste, dass die Schuhe nicht im Schlamm stecken bleiben. Es war eine Super-Stimmung. Es hat mir heute gut gefallen."

Guido Streit (Zweiter Mittelstrecke Männer):
"Die mögliche Sperre hatte in Dortmund niemand ernst genommen. Ich denke schon, dass der DLV die größte Schuld an der Situation hat, weil wir nicht genügend aufgeklärt wurden. Trotzdem hat mich das weniger belastet, als ich ursprünglich gedacht hatte. Ich bin befreit gelaufen, aber eine kleine Blockade hat man sicherlich."

Jens Borrmann (Sieger Mittelstrecke Männer):
"Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, hier zu gewinnen. Ich war erst froh, bei Schumann mit dran zu sein. Später hatte ich immer noch gewartet, weil ich dachte, dass von hinten noch jemand kommt. Ich hätte nie gedacht, vor Olympiasieger Nils Schumann zu sein."

Dr. Clemens Prokop (DLV):
"Diese Veranstaltung hier vor Ort hat sich durchaus für höhere Aufgaben empfohlen."

Frank Hensel (DLV):
"Nils Schumanns fünfter Platz ist positiv zu bewerten. Es war eine schwere, aber spannungsgeladene Strecke. Im Hinblick auf die Cross-WM ist wieder eine nachwuchsorientierte Nominierung zu erwarten."

 

 

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