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LIVE-Talk mit Jonathan Edwards
Alle drei
WM-Medaillen auf die Insel?
Hältst
du es für möglich, dass Ihr bei der diesjährigen Weltmeisterschaft in
Edmonton alle drei Medaillen nach Großbritannien holt?
Jonathan Edwards:
Wow, das wäre natürlich eine großartige Sache. Und ehrlich gesagt, unmöglich
ist es nicht, aber auch nicht unbedingt sehr wahrscheinlich. Dreisprung ist ein
sehr schwieriger Wettbewerb, es kann alles passieren. Ich denke, da werden sicher
einige Leute etwas dagegen haben, vor allem Charles Friedek wird verhindern
wollen, dass wir alle drei auf dem Treppchen stehen.
Jonathan, mal ehrlich, denkst Du manchmal ans Aufhören
oder was Du nach deiner Karriere machen willst?
Jonathan Edwards:
Eigentlich nicht, ich plane momentan von Jahr zu Jahr und solange ich mich
gut fühle, werde ich auch weitermachen. Wenn ich merke, dass ich mit der
Weltspitze nicht mehr mithalten kann, werde ich sofort aufhören. Ich bin ein
sehr instinktiver Athlet und mache mir auch jetzt noch keine Gedanken, was später
einmal sein wird. Als Trainer oder Manager sehe ich mich eigentlich nicht, aber
das werde ich entscheiden, wenn es soweit ist.
Ist
die Olympiade in Athen 2004 noch ein Ziel für dich?
Jonathan Edwards:
Als Ziel würde ich es nicht bezeichnen, aber es wäre großartig, wenn ich
dort noch springen und natürlich gewinnen könnte. Man muss abwarten. Wie
gesagt, ich plane von Jahr zu Jahr.
Was
erwartest Du von dieser Saison und besonders vom Wettkampf am Sonntag in Nürnberg?
Jonathan Edwards:
Das Hauptziel ist natürlich Edmonton. Ich werde in den nächsten Wochen
noch einige Wettkämpfe bestreiten und mich so gut wie möglich auf Edmonton
vorbereiten. Ich komme gerne nach Nürnberg, hatte auch vor zwei Jahren einen
guten Wettkampf hier und die Atmosphäre ist einfach klasse. Ich hoffe, wir
werden gutes Wetter und gute Bedingungen haben, denn die Besetzung im Dreisprung
ist wirklich sehr gut. Es ist vielleicht der stärkste Wettkampf bisher in
diesem Jahr. Ich will einfach nur gut springen und gewinnen. Vor allem Friedek
und Achike werden versuchen, mich zu schlagen, aber ich bin auch sehr auf den
Russen Kapustin gespannt, der seinen ersten Wettkampf in dieser Saison am
Sonntag bestreitet.

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