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Interview mit Bertram Böhm
"Wieder
zurück zur Natur kommen"
Neuer LAC Quelle-Vorstand muss
Spagat zur Ehrenamtlichkeit schlagen
08.11.2001
(fc) Mitte September hat Bertram Böhm als neuer erster Vorstand des LAC
Quelle Fürth/München das nach den beschlossenen finanziellen Kürzungen des
Sponsors, der Karstadt-Quelle AG, das Ruder des etwas ins Schlingern geratene
Leichtathletik-Schiffs übernommen und sich einer schwierigen Aufgabe gestellt.
Das Leichtathletik-Online-Magazin unterhielt sich mit ihm nach den ersten Wochen
seiner Amtszeit über die aktuelle Situation, die notwendigen Veränderungen und
die Ziele des Vereins.
Steeple:
Herr Böhm, Sie sind jetzt seit ein paar Wochen als erster Vorstand
des LAC Quelle/Fürth München im Amt. Wie stellt sich die Situation im Moment
nach dem finanziellen Einschnitt durch die Kürzungen der Karstadt-Quelle AG
dar?
Bertram Böhm:
Der LAC Quelle hat im nächsten Jahr noch einen Etat von 700.000 Mark. Es
gibt nicht viele Leichtathletik-Vereine in Deutschland, die soviel Geld zur
Verfügung haben. Unser Problem ist, den Betrieb von der bisherigen La Ola GmbH
auf die Ehrenamtlichkeit umzustellen. Das müssen wir jetzt auffangen. Wir haben
nur noch eine Mitarbeiterin in der Geschäftsstelle und damit müssen wir klar
kommen.
Steeple:
Sie haben im Verein auch mehrere Trainer und sogar Bundestrainer. Was
bedeutet das für diesen Personenkreis?
Bertram Böhm:
Wir werden bis auf Andreas Michallek den Großteil der Trainer halten. Die
neue Saison hat ja noch nicht begonnen, aber es wird wohl sehr vieles beim Alten
bleiben. Ich gehe auch davon aus, dass sehr viele Athleten mangels Alternative
beim Verein bleiben. Das gilt für die Trainer in ähnlicher Form. Annelie
Jürgens und Joachim Thomas bleiben uns erhalten.

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