ISPO-Interview mit Martin Buss

"Hatte nicht an Duell mit Voronin gedacht"

Buss möchte dem russischen Weltjahresbesten Paroli bieten

09.02.00 (fc) Die Internationale Sportartikel-Messe ISPO ist ein wichtiger Termin für Aussteller und Fachbesucher aus der Sportindustrie. Die Firma Adidas nutzte die Möglichkeit, um den Anzug für die Olympischen Sommerspiele in Sydney zu präsentieren. Anschließend konnten wir unter anderem mit Martin Buss sprechen. 

Martin Buss strebt den Angriff auf Voronin anDer deutsche Hochspringer, der auf eine gute bisherige Hallensaison zurückblickte, machte im Adidas-Talk gute Perspektiven für seine Disziplin in Deutschland aus. Für ihn persönlich ist auch der Angriff auf den deutschen Rekord von 2,37 Metern, gehalten von Carlo Thränhardt, ein Thema. Das Potential dazu hat Buss, der in der Trainingsphase oft 13 Einheiten pro Woche absolviert, auf alle Fälle.

Martin Buss stellte sich im Anschluss an die Präsentation den Fragen von steeple.de:

steeple.de:
Herr Buss, Sie waren ja vor kurzem auch mit dem Russen Vjacheslav Voronin, der momentan Weltjahresbester ist, in zwei Wettkämpfen. Wie sehen Sie jetzt das Duell zwischen Voronin und Ihnen speziell im Hinblick auf die Hallen-EM in Gent?

Martin Buss:
So am Anfang der Saison, also in den ersten zwei Wettkämpfen, hatte ich noch nicht so an ein Duell gedacht, weil er doch in sehr guter Form war und die 2,38 immer sehr knapp gerissen hat und ich mich doch so am Anfang der 30 befunden habe. Jetzt am Wochenende hatte ich einen Wettkampf, bei dem ich hauchdünn die 2,36 verfehlte. Ich denke mal, ich bin auf einem guten Weg dorthin und kann ihm vielleicht auch ein bisschen Paroli bieten. 

steeple.de:
Sie haben gerade den Wettkampf in Wuppertal angesprochen. Da war ja der Weg frei für Sie. Wie beurteilen Sie jetzt diesen Bewerb im Vergleich zu den vorangegangenen Springen in Balingen oder Arnstadt?

Martin Buss:
Der einzige Unterschied war, dass ich bei 2,36 alleine gesprungen bin. Aber im Großen und Ganzen ist für mich eigentlich jeder Wettkampf gleich. Ich schaue nicht auf die anderen, ich möchte gerne meinen Wettkampf durchziehen und mein persönliches Optimum herausholen. Insofern war da kein großer Unterschied. 

steeple.de:
Wie sieht jetzt Ihre weitere Wettkampfplanung in Richtung Gent und Sydney aus? Kurzfristig und langfristig.

Martin Buss:
Kurzfristig sind nächstes Wochenende die deutschen Hallen-Meisterschaften. Danach werde ich nach Sparla in Polen fahren und eine Woche später sind ja dann schon in Gent die Hallen-Europameisterschaften. Und nach den Hallen-Europameisterschaften muss ich mal sehen, wie es mir geht. Noch ein, zwei Meetings mitnehmen, ein bisschen Spaß noch haben. Langfristig werden dann nach der Hallensaison noch zwei oder drei Trainingslager stattfinden. Aber wettkampfplanungsmäßig weiß ich da auch noch nicht so genau Bescheid. Da werden wir uns dann noch was einfallen lassen. 

steeple.de:
Vielen Dank für das Gespräch, Martin. Wir wünschen Ihnen viel Glück für die Saison!

 


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