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Weltmeisterschaft in Edmonton
Die Besten von Edmonton
Steeple-Analyse
der Titelkämpfe im Commonwealth Stadium
14.08.01
(fc) Die Weltmeisterschaft in Edmonton ging am vergangenen Sonntag zu
Ende. Es gab Überraschungen, Lichtblicke, Pechvögel und Enttäuschungen.
Wir haben die interessantesten Auftritte der deutschen Athleten für Sie
noch einmal herausgefiltert und zusammengestellt.
Ingo Schultz (400m):
Für den Hünen aus dem Norden verlief die Weltmeisterschaft perfekt.
Bereits im Vorlauf hatte er in der neuen Bestzeit von 45,11 Sekunden
überzeugt. Als er sein Halbfinale in 44,66 Sekunden gewann, brach er in
eine neue Dimension vor. Viele hofften auf eine Medaille, die
entscheidende Frage war allerdings, ob die Kräfte noch reichen würden, um in
die vorderen Plätze zu laufen. Schultz hatte bereits Blut geleckt: im
wahrsten Sinne des Wortes durch eine Wunde am Daumen, die er sich auf dem
Aufwärmplatz zugezogen hatte. Im Endlauf machte er die Sensation perfekt.
Silber in 44,87 Sekunden und der Medienrummel kannte keine Grenzen mehr.
Ingo Schultz ließ auf einen Schlag alle Kritik an den deutschen
Viertelmeilern verstummen!
Martin Buss (Hochsprung):
Es war der perfekte Sprung und ein geglückter Poker. Als einziger überquerte Martin Buss 2,36
Meter und holte sich den Weltmeistertitel. Nur er selbst hatte sich auf
der Rechnung, als es immer besser lief, je näher der Einsatz in Edmonton
rückte. Der Leverkusener krönte eine Saison, die zwischenzeitlich schon
zu verunglücken drohte, mit Gold. Rüdiger Nickel (DLV) konnte es kaum
erwarten, den Hochsprung-Helden zu beglückwünschen und zerrte ihn in der
Mixed Zone fast über eine Absperrung.
Lars Riedel (Diskus):
Der Chemnitzer
Routinier fand rechtzeitig in die Saison, hatte im Juli im Trainingslager
in Portugal die Defizite nach seiner Knieoperation im Mai wettgemacht und war bereit, als es in Edmonton um
den Sieg bei der Weltmeisterschaft ging. Bereits in der Qualifikation
hatte er mit 68,26 Meter die größte Weite erzielt. Dann setzte er noch
eins drauf und jagte den Diskus im Endkampf auf 69,72 Meter - exakt 32
Zentimeter weiter als Olympiasieger Virgilius Alekna. Es war Riedels
fünfter Weltmeistertitel, den er diesmal in der Gewissheit holte, nichts
mehr beweisen zu müssen. Jetzt hat er die Olympischen Spiele 2004 als
langfristiges Ziel im Auge.
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