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Weltmeisterschaft in Edmonton

Zelezny kontert Parviainen aus

Raymond Hecht und Boris Henry mit Plätzen fünf und sechs zufrieden

13.08.01 (fc) Der Speerwurf-Titelverteidiger Aki Parviainen hatte im ersten Versuch bereits mit 91,31 Metern richtig was vorgelegt. Nicht genug, denn mit seinem zweiten Wurf schlug Olympiasieger Jan Zelezny zu. 92,80 Meter standen da an der Anzeigetafel. Das war nicht mehr zu toppen. Die deutschen Mitstreiter Raymond Hecht und Boris Henry landeten auf den für sie zufriedenstellenden Rängen fünf und sechs.

Nicht Olympiasieger Jan Zelezny, sondern Weltmeister Aki Parviainen war derjenige, der in der ersten Runde des Speerwurf-Wettbewerbs mit 91,31 Metern so richtig einen "raus ließ". Stark präsentierte sich zum Auftakt auch schon mal der US-Werfer Breaux Greer (87,00 m). Zelezny blieb mit 81,76 Metern ebenso noch klar unter seinen Möglichkeiten wie die beiden DLV-Werfer, die nur etwas über achtzig Meter kamen.

Mit dem zweiten Versuch folgte der Konter von Zelezny. Er jagte seinen Speer auf 92,80 Meter und hatte damit die Führung übernommen. Auch der dritte Favorit, der Grieche Kostas Gatsioudis, schaffte nach einem ersten ungültigen Versuch mit 88,39 Metern den Sprung auf einen Medaillenplatz. Boris Henry reihte sich mit seinen 85,52 Metern auf Rang fünf ein, während Hecht als Achter um seine Endkampfteilnahme der besten Acht zittern musste. 

So kam es auch nicht unerwartet, dass Hecht, als er zu seinem dritten Wurf antrat, mittlerweile auf den neunten Platz zurückgefallen und unter Druck geraten war. Der Magdeburger konnte mit dieser Situation aber bestens umgehen und reihte sich nun mit 86,46 Metern unmittelbar vor seinem Landsmann Henry ein. "Es war schon eine Anspannung da, aber ich war mir relativ sicher", umschrieb Hecht danach diese Situation.

Mit dem vierten Wurf verbesserte sich Kostas Gatsioudis auf 89,95 Meter, es blieb aber für ihn bei Bronze. Danach passierte nichts mehr. Die Medaillen waren vergeben, Boris Henry warf noch zweimal über 85 Meter, konnte Raymond Hecht allerdings nicht von seinem fünften Platz verdrängen. Beide DLV-Athleten waren nachher mit ihren Leistungen zufrieden. "Ich habe in Edmonton zwei der besten Wettkämpfe in diesem Jahr gemacht", so Henry. Raymond Hecht analysierte hingegen: "Ich bin bester Deutscher, das war mir wichtig. Mit etwas Glück hätte ich auch Dritter oder Vierter werden können."

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