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Weltmeisterschaft in Edmonton

Simon endlich mit Gold belohnt

Sonja Oberem läuft auf glänzenden fünften Platz

12.08.01 (fc) Schon oft stand Lidia Simon auf dem Treppchen, aber noch nie ganz oben. Diesem Blatt konnte die Rumänin nun bei der Weltmeisterschaft in Edmonton endlich die Wende geben. In 2:26:01 Stunden verwies sie die Japanerin Reiko Tosa auf den zweiten Platz. Zufrieden war auch das Leverkusener Duo Sonja Oberem und Melanie Kraus mit den Plätzen 5 und 23.

Ihr Heil in der Offensive suchte die Rumänin Constatina Dita, die bis über Kilometer 30 hinaus teilweise mit großem Vorsprung in Führung lag. Dahinter formierten sich langsam, aber sicher die Favoritinnen. Die Verfolgergruppe wurde mitunter auch von Sonja Oberem, die das aber nach dem Rennen nicht bereute, angeführt. Nach rund zwei Stunden wurde die entscheidende Phase des Rennens eingeläutet. Dita war geschluckt, eine Vierergruppe setzte sich mit Reiko Tosa, Yoko Shibui, Lidia Simon und Svetlana Zakharova ab.

Dahinter reihte sich Sonja Oberem auf dem exzellenten fünften Platz ein und den gab sie bis zur Ziellinie nicht mehr ab. An der Spitze gelang es schließlich Simon und Tosa, sich abzusetzen. In der Schlussphase des Rennens hatte die kleine Rumänin die stärkeren Reserven und erreichte mit ein paar Metern Vorsprung das Stadion. Dahinter hatte sich die Russin Zakharova, zwischenzeitlich Vierte, wieder auf den Bronzerang verbessert und Shibui überholt.

Lidia Simon siegte in 2:26:01 Stunden vor der Japanerin Reiko Tosa (2:26:06 h) und Svetlana Zakharova (2:26:18 h). Hinter Yoko Shibui (2:26:33 h) erreichte die Leverkusenerin Sonja Oberem in 2:28:17 Stunden das Ziel.

Sonja Oberem: "Mir ging es einfach gut"

"Mir ging es einfach gut", war Sonja Oberem sichtlich zufrieden, "damit habe ich Sydney wieder wett gemacht." Ihre Steigerungen bei den letzten WM-Platzierungen um stets einen Platz erlaubt die Hochrechnung auf eine Bronzemedaille 2005 in Paris. "Da ist noch so lange hin", meint Oberem, die bereits nach Sydney Rücktrittsgedanken hegte. "Ich werde aber jetzt auch weiterlaufen." Potenzial sieht sie noch im Kraft-Ausdauerbereich. "Ich wäre schon gerne vorne dabei. Heute hat es hinten raus nicht gereicht."

"Ich bin froh, dass ich meine Feuertaufe bestanden habe", strahlte ihre Trainingskollegin Melanie Kraus, die auf Rang 23 in 2:34:51 Stunden einlief. Sie hatte im Vorfeld mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen und bekam zur Mitte des Rennens Seitenstechen, was sie etwas bremste. "Das war ganz schön aufregend", war sie von ihrer ersten Weltmeisterschaft sichtlich beeindruckt, "ich muss das erst mal verarbeiten." Kraus will in diesem Jahr unter Umständen noch einen Halbmarathon bestreiten und sich im Frühjahr bei einem weiteren Marathon für die Europameisterschaft in München empfehlen. "Beim nächsten Mal werde ich versuchen, besser zu laufen", verspricht die sympathische Leverkusenerin.

Die dritte Deutsche Kathrin Wessel kam nicht ins Ziel und gab unterwegs auf. "Wenn es nicht mehr geht, geht es nicht mehr", hatte Sonja Oberem dafür Verständnis, dass durch das Aus von Wessel auch die Teamwertung platzte.

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