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Weltmeisterschaft in Edmonton

Rivalität mit Frankreich

Deutsche Sprinterinnen schielen auf das Staffelpodest

10.08.01 (fc) Mit den 200-Meter-Halbfinals haben Birgit und Gabi Rockmeier ihre Einzelstarts bei der Weltmeisterschaft abgeschlossen. Vorher waren über 100 Meter neben der schnellsten Deutschen noch Marion Wagner und Melanie Paschke auf der Bahn. Am Wochenende will dieses Quartett nun mit der Staffel angreifen und im Konzert der großen Sprintnationen munter mitmischen.

Birgit Rockmeier, die über 4x100 Meter an dritter Stelle laufen wird, bekam über 200 Meter die Gelegenheit, die Bahn im Commonwealth Stadium schon einmal kennenzulernen. Nach der Vorlaufzeit von 23,01 Sekunden blieb sie im Halbfinale mit 22,97 unter der 23er Marke. "Es war wichtig, dass ich schon mal auf der Bahn die Kurve zweimal gut gelaufen bin. Das gibt mir Selbstvertrauen für die Staffel", sagt sie.

Zu dem Start ist sie eher zufällig gekommen. Endgültig wurde erst in Edmonton entschieden, dass sie auf einer Einzelstrecke antreten darf, nachdem sie zunächst nur für die Staffel vorgesehen war. Im Halbfinale traf sie auf Marion Jones. "Ich hatte im Call Room schon geschaut, wie groß sie ist", stellte sie fest, dass das nicht der Grund ist, warum die US-Amerikanerin so schnell läuft.

"Ich hatte gedacht, dass sie nach drei, vier Schritten schon vorbei geht." Birgit Rockmeier orientierte sich nicht an Jones, sondern an Dharsha aus Sri Lanka und kam als Vierte ins Ziel. "Ich bin zufrieden", sagte sie nach den Lauf. Als zweitschnellste Europäerin hinter der Slowenin Alenka Bikar hatte sie auch allen Grund dazu. Trotzdem will sie sich im nächsten Jahr wieder voll auf die 400 Meter konzentrieren, was in diesem Jahr nicht so geklappt hat, wie sie es sich eigentlich vorgestellt hatte.

Gabi Rockmeier ging über 200 Meter zwar an den Start, um ihr Startrecht für die Staffel nicht zu verlieren, beendete das Rennen aber bereits nach ein paar Metern. Kräfte sparen war das Motto, um nichts zu riskieren. Bereits nach den Deutschen Meisterschaften hatte sich eine Muskelverhärtung eingestellt, die sich nach wie vor bemerkbar macht. "Ich hoffe, dass wir das in den Griff bekommen." Hinzu kam, dass sie auch über 100 Meter bereits drei Läufe absolviert hatte, die natürlich auch nicht spurlos an der dreifachen deutschen Meisterin von Stuttgart vorübergingen. 

Nun richtet sich der Blick der Zwillinge auf die Staffel. "Wir müssen abwarten, wer läuft", meint Gabi. Nach einem Blick in die Ergebnislisten der Einzelbewerbe rechnen sich die deutschen Sprinterinnen aber durchaus reelle Chancen aus. "Die USA können wir nicht schlagen. Aber die Russinnen und Französinnen sind nicht so stark", sieht Birgit Rockmeier Potenzial für die Ränge zwischen zwei und vier. Mit Frankreich bahnt sich ohnehin ein heißes Duell an, da die Westeuropäerinnen auf die Deutschen nicht so gut zu sprechen sind, seit Frederique Bangue von Gabi Rockmeier in der zweiten Runde über 100 Meter auf dem Weg ins Halbfinale "rausgekegelt" wurde und sie mit der Staffel Revanche will.

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