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Universiade in Peking Impressionen aus China Eindrücke aus Athletensicht von der Universiade in Peking
02. September - Die Abschlussfeier (Bilder von Bernd Schindzielorz)
01. September: Morgen gen Heimat - Das Fazit des deutschen Leichtathletik-Teams
30. August: Frust bei deutschen Sprinterinnen - Gastgeber "mogeln" sich ins Staffelfinale Hallo, hier noch ein paar Details zum Staffellaufen. Im Moment hängen wir vier von der Staffel (Shanta Ghosh, Nicole Marahrens, Alice Reuss, Kirsten Bolm) doch etwas durch. Als wir gestern noch hofften, dass die Chinesen vielleicht übersehen hätten, wie wir aus der Wechselzone rausliefen, wurden wir schnell eines Besseren belehrt. Unser einziger Hoffnungsschimmer war, dass den Chinesinnen das gleiche Malheur passierte. Von daher hofften wir, dass die Chinesen keine schlafenden Hunde wecken und unsere Disqualifikation vielleicht doch nicht aussprechen würden. Nun ja, wie schon erwähnt, nach einigem Hin und Her waren wir raus, und die Chinesinnen fairerweise aber auch. Soweit so gut. Nun stellte sich heute jedoch heraus, das die Chinesinnen doch am Samstag im Finale sind. Da wollte der ADH aber noch mal Dampf machen. Deutsche Offizielle stachelten die französische Delegation an, liehen ihnen fünfzig US-Dollar, damit diese einen Protest einlegen konnten. Die Franzosen berichteten dann, dass ihnen ein Videoband vorgespielt wurde, das aus einer Perspektive gefilmt worden ist, von der man die Wechselräume nicht erkennen konnte. Außerdem verdeckten etliche Kampfrichter die Sicht. Alles Schimpfen, Schreien und Weinen half nicht, nun ist China doch im Finale, und wir sitzen auf der Tribüne. So ist es nun mal im Sport... oder doch nicht? Bis dann, Kirsten
29. August: Erste Medaillen für deutsche Mannschaft - Empfang bei der Deutschen Botschaft
Auch wenn mein Wettkampf vorüber ist, kann ich mich jetzt nicht auf die faule Haut legen. Natürlich wird von uns erwartet, als Team aufzutreten und das heißt: anfeuern was das Zeug hält. Ich konnte mich schließlich doch dazu überwinden "meinem" Endlauf anzusehen. Starke Zeiten! Mit dem Chinesen als Sieger hätte keiner gerechnet. Nur fünf von acht Hürdenläufern erreichten das Ziel - das gibt's nur im Hürdenlauf. Es gibt die ersten Medaillen für
die deutschen Leichtathleten zu vermelden. Zuerst holte Sonja Kesselschläger im
Siebenkampf Nicht als besonders fair erwiesen sich die chinesischen Kampfrichter. So wurde die chinesische Staffel trotz deutlich überlaufenen Wechsel erst nach Protest mehrerer Nationen disqualifiziert. Sabine wurde mehrmals unnötig in der Vorbereitung zu ihrem Sprung gestört. So wurde zum Beispiel (als nur noch sie und die Chinesin dabei waren) Sabine kurz vor dem Loslaufen aufgehalten und die Latte ausgetauscht. Ohne Grund. Gruß aus der Millionenstadt, Ralf
28. August: Glück und Pech am ersten Leichtathletik-Tag der Universiade Am ersten Tag gab's schon eine Reihe ordentlicher Leistungen aber auch viel Pech, nicht nur für das deutsche Team. Trotz der frühen Stunde hatten alle einen guten Auftakt und konnten sich für die nächste Runde oder sogar schon für das Finale qualifizieren (siehe Ergebnisse). Pech hatten aber Kirsten und ich in unseren Hürden-Halbfinals. Durch einen verpatzten Start verfehlte Kirsten das Finale nur um 1/100 Sekunde. Ich stürzte kurz vor dem Halbfinale schwer über eine Trainingshürde und prellte mir darauf den Unterschenkel. Dank des hohen Adrenalinspiegels konnte ich laufen, aber den Fußballen nicht richtig belasten. Und somit nicht mit den nötigen 100 Prozent sprinten. Oliver Koenig konnte mit 10.48 Sekunden einen guten Wettkampf absolvieren. Im Weitsprung konnte er sich mit 7,41 m nicht für's Finale qualifizieren. So und nun zu den Stabis!!! Bei uns sind sowohl bei den Frauen als auch bei uns Männern die Qualifikationswettkämpfe ausgefallen. Dies wäre zwar in Deutschland ein wenig anders gelaufen, da wir siebzehn Teilnehmer bei uns Männern, und sogar achtzehn bei den Frauen sind. Aber wir springen nun mal auf der andern Seite der Welt, und da läuft alles ein wenig anders. Dadurch, dass sich Ralf verletzt hat, fällt die 4x100m Staffel leider aus. Grüße, Björn Otto und Ralf Leberer
26. August: Morgen geht's los... "Ge jiu wei" - Siegen im Zeichen der Schlange Morgen ist es so weit. Der erste Leichtathletik-Tag beginnt um 9 Uhr mit den 110-Meter-Hürden Vorläufen der Männer. Call-Room-Zeit ist schon 40 Minuten vorher. Das heißt früh aufstehen! In der Team-Sitzung heute Morgen gab's eine kleine Einführung in das chinesische Startkommando: "Ge jiu wei" was so viel wie auf die Plätze bedeutet, bei "Yu bei" in die fertig Position und der Rest bleibt gleich. Fast komplett waren wir Leichtathleten gestern Abend beim Finale im Wasserspringen (3m Brett, Herren), um dem deutschen Teilnehmer lautstark zu unterstützen. Nur gut dass bei uns die Leistungsbewertung nicht von der Laune der Kampfrichter abhängt. Neben den Athleten haben sich inzwischen auch die Trainer gut vorbereitet. Bei dem offiziellen Betreuer- und Traineressen wurden massenhaft Skorpione, frittierte Ameisen, Maden und Schildkröten verspeist. Einer lebenden Schlange wurde der Kopf abgehackt und das Blut gab es zu trinken. Zum Glück war ich nicht dabei! Also drückt uns die Daumen wenn's ab morgen heißt: Siegen im Zeichen der Schlange! (Im Moment ist hier das Jahr der Schlange) Ralf
24. August: Blitz, Donner und Hitze in der "Verbotenen Stadt" Mit Blitz und Donner traf gestern der Rest der Leichtathletikmannschaft ein. Doch leider brachte die Abkühlung am Abend nicht die erhoffte Frische für den nächsten Tag. So schwitzten wir unter der chinesischen Sonne heute morgen beim Training. Wie viele andere auch, hatten wir irrtümlich angenommen, dass die Temperaturen vormittags erträglicher wären. So kam es, dass wir uns in einem überfüllten Trainingsstadion wiederfanden, wo sich 20 Hürdenläufer und Sprinter um drei Startblöcke "schlugen". Die Gemüter wurden dann recht heiß und um die deutsch-brasilianische Völkerverständigung war es schlecht bestellt. Nun ja, mit ein wenig Humor und Flexibilität meisterten wir auch diese Probleme. Während sich ein Teil der Athleten sich schon recht kraftvoll wieder im Vorbereitungstraining befindet, leiden andere noch unter der Zeitumstellung. Bald fangen ja jetzt auch die Wettkämpfe an, was bei allen die Stimmung hebt. Demnächst meldet sich wohl auch wieder Ralf mit hoffentlich ein paar schönen Bildern von der "Verbotenen Stadt". Bis dann, Kirsten
23. August: Die Universiade ist eröffnet - Riesenspektakel 2008 noch zu toppen?
Mit unzähligen bunten und äußerst
aufwendigen Kostümen wurde die Geschichte, das Land und dessen Bräuche
vorgestellt. Zum Glück saß neben mir eine englisch sprechende Chinesin, die
mir die Bedeutung der Figuren und Symbole erklärte. Beim Einmarsch hinterließ
die Deutsche Mannschaft einen guten Eindruck und brachte mit einer Laola-Welle
das eh schon tobende Publikum noch mehr in Schwung. Auch wenn die Das Universiadefeuer wurde von einem "UFO", das zuvor mit Raketen in den Himmel befördert wurde, angeschossen und war an Genialität kaum zu übertreffen. Die Show wurde mit einem Riesenfeuerwerk beendet. Ich glaube jeder der das Stadion verließ fragte sich wie die das 2008 noch toppen wollen. Diesen Teil der Generalprobe haben die Chinesen mit Bravour bestanden. Bis bald, Ralf
22. August: Leichtathletikteam wächst - Strenge Sicherheitsvorkehrungen
Das sehr gewöhnungsbedürftige Essen lässt manche Wünsche offen. Einige exotisch aussehende Fleischgerichte geben keinen Hinweis auf den wirklichen Inhalt. Einen McDonalds gibt es hier aber um die Ecke. Heute ist die Eröffnungsfeier, und die Mädchen freuen uns ganz riesig auf die Vorführung unseres hibiskusfarbenen Sackrocks mit passender fliederfarbener Bluse :). Aber immerhin darf ein Leichtathlet die Fahne tragen (Ralf). Also, bis dann, Ralf und Kirsten
19. August: Basketballer der Renner - Noch Regen in Peking
Erstmals seit ich dabei bin (dies ist nach Sizilien 1997 und Mallorca 1999 meine dritte Universiade), wurde extra ein Athletendorf für fast 7000 Athleten neu gebaut. Die ersten Eindrücke bestätigen, dass die Chinesen die Universitätsspiele 2001 zu den besten aller Zeiten machen wollen. Nur das Wetter scheint noch nicht mitzuspielen. Sollte es weiterhin so stark regnen, müssen zum ersten Mal Rettungsschwimmer bei Leichtathletik-Wettkämpfen eingesetzt werden. Aber schon für übermorgen ist Sonne und 34 Grad angesagt. Viele Grüße aus Peking, Ralf Die Steeple-Redaktion bedankt sich herzlich für die Übermittlung der Impressionen direkt aus Peking!
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