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Deutsche Jugend-Hallen-Meisterschaften

Hürden-Highlight durch Hentschke

Neubrandenburger Nachwuchs überzeugt vor heimischem Publikum

Nadine Hentschke20.02.01: Der SC Neubrandenburg hat nicht nur als Organisator der diesjährigen Deutschen Jugend Hallenmeisterschaften hervorragende Arbeit geleistet - auch der vereinseigene Nachwuchs zeigte sich in bestechender Form. Vier Titel für "ihren" SC Neubrandenburg konnte das heimische Publikum bejubeln: Kristin Baarck machte im Weitsprung gleich in ihrem ersten Versuch alles klar - 6,29 Meter blieben für die Konkurrenz an diesem Tag unerreichbar. Auch der Weitsprungtitel der männlichen Jugend ging an den SCN: Jens Jorewitz überzeugte mit 7,66 Metern und holte sich auch noch den Sieg über 60 Meter. Und schließlich setzte sich noch die 4 x 200-Meter-Staffel des Gastgebers bei den Jungs durch. Für ein absolutes Highlight sorgte Nadine Hentschke (Team Niederrhein) auf den 60 Meter Hürden.

Wer im Vorfeld dieser Titelkämpfe vor allem von den Sprintern Top-Leistungen erwartete, behielt recht: Souverän verteidigten zwei Hessen ihre Titel aus dem Jahr 2000: Sebastian Gatzka (LG Alheimer Rothenburg/Bebra) stürmte in 21,41 Sekunden zur Deutschen Meisterschaft über 200 Meter; und die doppelte Distanz dominierte Christian Duma (TSV Friedberg-Fauerbach) in Bestzeit von 47,32 Sekunden. Hochspannung gab's beim Hürdenfinale des männlichen Nachwuchs. Im Vor- und Zwischenlauf schob sich Arnd Kloß in die Favoritenrolle. Doch im Finale reichte es für den Magdeburger "nur" zu Silber in 7,85 Sekunden; mit einem Blitzstart hatte sich JWM-Teilnehmer Sebastian Siebert (LC Cottbus) unmittelbar nach dem Startschuss an die Spitze des Feldes gesetzt. Dank eines konzentrierten und blitzsauberen Laufs behielt er diese Position bis zum Ziel, das er nach guten 7,77 Sekunden passierte. Der Titel über die 60 Meter der Mädchen ging wie schon im letzten Jahr an die LG Olympia Dortmund. Katchi Habel präsentierte sich in 7,39 Sekunden als ebenbürtige "Nachfolgerin" einer Sina Schielke.

Auf den Mittelstrecken gab es Favoritensiege: Kerstin Werner (TSV Hüttlingen) dominierte die 1.500 Meter in 4:23,15 Minuten ebenso deutlich wie Dieter Hermann-Schützling Martin Uhlich (SV Creaton Großengottern) in 3:51,86 Minuten. Dass Kathryn Holinski von TV Gladbeck sich mit 1,85 Metern den Hochsprungtitel sichern würde, kam nicht unerwartet. Bemerkenswert verlief dagegen der Wettbewerb der männlichen Jugend, den Sebastian Kneifel gleich mit fünf Zentimetern Vorsprung für sich entschied. Auf 2,12 Meter schraubte der Hessische B-Jugend-Rekordhalter vom CVJM Dillenburg seinen "Hausrekord". Auch wenn's mal keinen Mehrkampf im Programm hat, muss Zehnkampf-Juniorenweltmeister Dennis Leyckes nicht ohne Goldmedaille nach Hause fahren: Mit 5,30 Metern im Stabhochsprung glänzte der Nachwuchsathlet vom LAV Bayer Uerdingen Dormagen.

Doch die beste Leistung dieser Meisterschaft wurde wieder auf das Konto der Sprinterinnen gebucht: Nadine Hentschke (Bild oben) sorgte bereits im Zwischenlauf über 60 Meter Hürden für das Highlight dieser Titelkämpfe. Mit Bestzeit von 8,19 Sekunden hat sich das Riesentalent vom Team Niederrhein auf Rang zwei der Deutschen Frauenbestenliste geschoben und sich im Juniorenbereich in der absoluten Weltspitze etabliert. Im Finale ließ Hentschke dann nochmals 8,23 Sekunden folgen, und obwohl hinter ihr Tina Klein, Berit Wiacker und Katja Hödl beachtliche Zeiten erreichten, konnte Bundestrainer Rüdiger Harksen nur lakonisch feststellen: "Nadine spielt in einer anderen Liga."
Ihre Leistungsstärke und Vielseitigkeit untermauerte die 19jährige mit Rang zwei über 60 Meter (7,44 Sekunden) und im Weitsprung (6,15 Meter). Und wenn der Schützling von Johannes Hücklekemkes in diesem Jahr nicht wieder, wie vor der JWM in Chile, unmittelbar vor dem internationalen Saisonhöhepunkt vom Verletzungspech verfolgt wird, sollte Nadine Hentschke aus Grossetto mit einer Medaille von den Junioren-Europameisterschaften zurückkehren können.  

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