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Junioren-Europameisterschaft in Grosseto

René Herms auf dem Weg nach oben

Nationalen Erfolgen soll internationales Edelmetall folgen

16.07.01 (fc) Olympiasieger Nils Schumann war bei den Deutschen Meisterschaften in Stuttgart nur Zaungast, als der nationale Titelträger über 800 Meter ermittelt wurde. Mit René Herms vom LSV Pirna machte sich ein junger Spund auf den Weg und hielt in beeindruckender Manier mit einem Start-Ziel-Sieg in der neuen persönlichen Bestzeit von 1:46,81 Minuten Konkurrenten wie Tarik Bourrouag oder Nico Motchebon in Schach. Nachdem der deutsche Jugendtitel in Braunschweig praktisch nur Formsache war, stellt sich Herms in dieser Woche bei der Jugend-Europameisterschaft in Grosseto der gleichaltrigen internationalen Konkurrenz und peilt eine Medaille an.

"Die Saison ist bisher mit den ganzen Meetings und den Meisterschaften in Stuttgart als Höhepunkt gut verlaufen", blickt der großgewachsene Pirnaer zufrieden auf seine Rennen in diesem Sommer zurück. Sein Auftritt im Daimler-Stadion überrascht ihn selbst noch ein wenig. "Im Ziel konnte ich gar nicht glauben, dass ich gewonnen habe." Sein Trainer Klaus Müller hatte ihn mit der Devise, ein schnelles Rennen von vorne weg zu laufen, auf die Bahn geschickt und wie bei seinem Vereinskollegen Wolfram Müller über 1500 Meter ging auch hier die Taktik voll auf. Die Konkurrenten konnten ihre Spurtstärken nicht mehr ausspielen. "Wenn ein Trainingsgefährte gewinnt, will man natürlich nachziehen", war der Erfolg von Müller, den er auf dem Einlaufplatz über die Lautsprecher vernahm, für ihn eine zusätzliche Motivation. Beide schrieben sich die Taktik, Rennen von vorne zu bestreiten zuletzt verstärkt auf ihre Fahnen und ernteten viel Lob für ihre mutigen und erfrischenden Auftritte.

Grosseto-Norm nie im Zweifel - Nun volles Programm mit 800 Meter und Staffel

Die Norm von 1:50,75 Minuten für die Teilnahme an der Jugend-EM war für ihn nie ein wirkliches Thema. Bereits Ende Mai in Ingolstadt blieb er unter dieser Zeit und daran änderte sich bis hin zu den Jugend-Meisterschaften vor gut einer Woche in Braunschweig, wo er bei regnerischen Bedingungen in gewohnter Manier seine gute Verfassung bestätigte, nichts mehr. Jetzt ist sein Ziel in Italien ganz klar eine Medaille. "Am liebsten die Goldene. Mit meiner Bestzeit liege ich nicht so schlecht", lächelt Herms, der mit einigen von der Junioren-WM in Chile bekannten Gesichtern an der Startlinie rechnet. Im letzten Jahr war René Herms auch in Santiago mit dabei und für die 4x400-Meter-Staffel vorgesehen. Vor dem Endlauf entschieden sich die Verantwortlichen allerdings gegen ihn und es blieb nur die Zuschauerrolle: "Meiner Meinung nach war das eine falsche Entscheidung." Deshalb hofft er nun, in Grosseto selbst in den Genuss zu kommen, nach seinen 800-Meter-Einsätzen noch in der Staffel mit antreten zu können, um sozusagen im Gegensatz zum letzten Jahr den Spieß umzudrehen und vielleicht hier Jagd auf ein zweites Edelmetall machen zu können. 


 

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