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Internationales Junioren-Meeting U23 in Moskau

Über Russland zu Höherem?

Hürdensprinterin Katja Hödl berichtet von ihren Eindrücken

21.02.02 Am Donnerstag um 10:30 Uhr flogen 22 Nachwuchsleichtathleten unter Leitung des verantwortlichen Bundestrainers für die sogenannte Förderstufe II, die Jugendnationalmannschaft, Wolfram Ruth, von Frankfurt aus nach Moskau. Dort vertreten sie die deutschen Farben im Rahmen eines internationalen Juniorenmeetings der älteren U23-Jahrgänge.

Schon die Nominierung für Moskau ist für die Athleten eine Auszeichnung, denn ein Sieg bei den Deutschen Jugendhallenmeisterschaften in Hanau reichte nicht automatisch für eine Teilnahme aus – der Moskauer Veranstalter fordert für das Meeting in jeder Disziplin Normleistungen.

Grund genug, das kleine DLV-Team einmal unter die Lupe zu nehmen, was die langfristigen Perspektiven betrifft. Denn auf Seiten des DLV hofft man, dass einige der Moskau-Reisenden nicht nur im Sommer bei der Junioren-WM in Jamaika wieder zu treffen sein werden, sondern auch in den kommenden Jahren den Anschluss an die nationale und internationale Spitze ihrer Disziplin schaffen werden.

Eine diesbezügliche Prognose ist schwer abzugeben; aber spekulieren darf man sicherlich mal. Ein Blick in die aktuelle Deutsche Bestenliste der Aktiven offenbart, wie unterschiedlich die Siegesleistungen von Hanau einzustufen sind. Besonders stark in 2002: die weiblichen Hürdensprinter. Die verantwortlichen Bundestrainer, Rüdiger Harksen und Albert Becker, haben es als einzige geschafft, ihre Disziplin in Moskau gleich durch drei Athletinnen vertreten zu lassen: Tina Klein (MTG Mannheim) empfahl sich bei den Deutschen Meisterschaften in Sindelfingen nochmals durch eine Bestzeit (8,38 Sekunden); Judith Rith (SC Magdeburg) war die Aufsteigerin der Sommersaison 2001. Aber vielleicht schafft ja die neue Deutsche Jugend-Hallenmeisterin Katja Hödl in den nächsten Jahren den Anschluss an die internationale Spitze. Mit ihrer Siegerzeit von Hanau, wo sie hervorragende 8,34 Sekunden erzielte, liegt die Abiturientin der LG Seligenstadt auch bei den Frauen auf Rang acht der nationalen Bestenliste – und das nach fast siebenmonatiger verletzungsbedingter Wettkampfabstinenz. Katja Hödl wird im übrigen für steeple.de/leichtathletik.de über ihre Eindrücke vom Meeting in Moskau berichten.

Till Helme ist Doppelstarter - Markus Malucha auch auf den 200 Metern

Gleich für zwei Starts in der russischen Hauptstadt wurde Till Helmke (TSV Friedberg-Fauerbach) nominiert: Über 60 Meter ist er bereits jetzt die Nummer fünf in Deutschland. Über 200 Meter steigerte sich Markus Malucha (VfL Sindelfingen) bei den Deutschen Meisterschaften in seiner Heimatstadt auf ausgezeichnete 21,30 Sekunden, mit denen er sogar das A-Finale erreichte. 

In der eher tristen deutschen Hochsprunglandschaft ist Johannes Fieber (ABC Ludwigshafen) mit 2,14 Meter der Hoffnungsträger. Im weiblichen Bereich empfahl sich Anett Jambor (TV Gelnhausen) mit ihrem souveränen Titelgewinn von Hanau. In Moskau wird die 19jährige versuchen, ihre Bestleistung von 1,83 Metern weiter zu steigern.

Vielleicht gibt es in Moskau auch eine Deutsche Jugend-Hallenbestleistung: Karoline Köhler (Team Erfurt) trennten in Hanau nur fünf Zentimeter vom Rekord. Im Stabhochsprung stachen in Sindelfingen bekanntlich nicht alle Trümpfe. Dies nutzte Alexander Straub (LG Filstal), der als Jugendlicher mit 5,30 Metern Bronze holte. Floé Kühnert (LG Bayer Leverkusen) ist einer der Namen, der einem bei der Frage nach „Perspektiv-Athletinnen“ sofort einfällt: Im Stabhochsprung hat sie bereits jetzt zu Becker und Co. nahezu aufgeschlossen. 

Sophie Krauel (TuS Jena) ist zwar erst 17 Jahre alt – aber sie schaffte ein ganz besonderes Kunststück: Bis zu den Titelkämpfen in Sindelfingen führte sie als B-Jugendliche mit phantastischen 6,39 Metern die Frauen-Bestenliste im Weitsprung an. 

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