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Hallen-EM in Wien

Weit hinaus mit Wiener Schnitzel

Steht bei Kofi Amoah Prah und Schahriar Bigdeli die Acht?

Kofi Amoah Prah und Schahriar Bigdeli24.02.02 (fc) Mit ihren weiten Sätzen bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften in Sindelfingen ebneten sich die deutschen Weitspringer Kofi Amoah Prah und Schahriar Bigdeli in einem dramatischen Duell den Weg zur Hallen-EM in Wien. Dort ist das Erreichen des Endkampfs das erste Ziel. "Ich muss mich in der internationalen Spitze etablieren", hat der seit dem letzten Wochenende amtierende Hallenmeister Prah eine glasklare Vorstellung davon, wohin sein Weg führen soll, während seinem Leverkusener Mitstreiter in diesem Jahr vorerst noch zwei Zentimeter zur Acht vor dem Komma fehlen.

"Ich will springen", sagt Kofi Amoah Prah und fügt hinzu: "Ich will gut springen." Das gilt umso mehr für die bevorstehende Hallen-EM in Wien, das Highlight des Winters. "Dort kann ich zeigen, was ich drauf habe." Mit seinen 8,02 Metern, durch die er sich in Sindelfingen den nationalen Titel holte, hat er sich wie sein Mitstreiter Schahriar Bigdeli (7,98 m) unter die europäischen Top Ten katapultiert und die deutsche Jahresbestweite in die Grube gesetzt.

Gemeinsam sind wir stark - so könnte das Motto des deutschen Weitsprung-Duos lauten. Die Zuschauer im Glaspalast mussten kein zweites Mal hinsehen, um zu erkennen, dass Kofi Amoah Prah und Schahriar Bigdeli mehr verbindet, als der gemeinsame Wettkampf. Freudestrahlend und überglücklich lagen sie sich nach dem letzten Durchgang in der Gewissheit in den Armen, dass sie auch in Wien gemeinsam an den Start gehen werden. "Wir haben sehr viel Spaß zusammen", erzählt der junge WM-Teilnehmer von Edmonton, "ich komme mit Kofi gut aus." Sein Kollege von der LG Nike Berlin geht sogar noch einen Schritt weiter und führt aus, welche Bedeutung die Freundschaft mit Bigdeli für ihn hat: "Es ist wichtig, dass wir uns haben und ich glaube, das wird noch eine ganze Zeit so bleiben. Wir sind super Kumpels und wenn wir nicht so weit auseinander wohnen würden, wären wir bestimmt abends öfter mal gemeinsam unterwegs."

WM in Berlin wäre zusätzliche Motivation für Kofi Amoah Prah

Kofi Amoah PrahBei den Olympischen Spielen in Sydney hat er mit einem Satz auf 8,19 Meter als Fünfter bereits einmal eindrucksvoll bewiesen, welche Ambitionen er hat. Der Wettkampf von Australien ist ihm noch in bester Erinnerung. Dagegen lief es für den 27-jährigen im vergangenen WM-Jahr nicht nach Plan und er musste die Weltmeisterschaft in Edmonton vor dem Fernseher verfolgen. Da war es nur ein schwacher Trost, dass er im Training acht Meter sprang, während die Nationalmannschaft schon längst in Übersee weilte. Mit dieser Erfahrung auf die WM-Bewerbung des heimischen Berlin für 2005 angesprochen, wirft er schon gerne mal einen Blick voraus. "Dann würde ich auf alle Fälle nach den Olympischen Spielen in Athen noch ein Jahr dran hängen und versuchen, es diesmal besser zu machen als im letzten Jahr. Der Heimvorteil wäre eine ganz besondere Motivation."

Die beiden Weitspringer können im August bei der Europameisterschaft in München bereits erleben, wie es ist, vor deutschem Publikum bei einem großen internationalen Event anzulaufen. Um auch sportlich im Sommer zu überzeugen, müssen konstante Weiten mit der Acht vor dem Komma her. Gelingt das in den ersten März-Tagen in Wien, dann können die zwei Weitsprung-Freunde im DLV-Trikot mit etwas Glück auch in den Kampf um die Medaillen eingreifen. 

Wie die Vorbereitung auf den Wettkampf im Ferry-Dusika-Stadion aussehen könnte, hat sich Kofi Amoah Prah schon überlegt. "Da essen wir vorher einfach ein paar Wiener Schnitzel", lacht er, "dann springen wir sicher weit." 

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