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Deutsche Cross-Meisterschaften

Über Kenia in die Oberpfalz

Dieter Baumann peilt Start auf dem Regensburger Uni-Gelände an

06.02.02 (fc) Ein schnelles Comeback, zwei Starts unter Dach in Dortmund und Stuttgart mit flotten Zeiten. Dann den Blick gleich wieder voraus. Ab ins Trainingslager nach Kenia. Dieter Baumann hat das erste Kapitel nach dem Ablauf seiner Dopingsperre bereits geschlossen. Seinen "Lebenslauf" setzt er voraussichtlich am 9. März in Regensburg fort. Für diesen Termin hat er vor seinem Abflug nach Afrika die Teilnahme an den Deutschen Cross-Meisterschaften, gleichbedeutend mit  seinem nächsten Start, angekündigt.

"Ich fühle mich überall heimisch", lächelt der Tübinger und die LG Domspitzmilch Regensburg, die schon immer auf die Zusage von Baumann hoffte und sie nun bestätigt bekam, wird alles daran setzen, damit er sich auch in der Oberpfalz wohlfühlt und nicht nur mit seinem Namen glänzt, sondern auf dem schwierigen Gelände, das bereits im letzten Jahr diese Veranstaltung beherbergte, auch sportlich an vergangene Zeiten, in denen er sich mehrere nationale Cross-Titel sicherte, anschließt.

Für Dieter Baumann ist die Cross-Meisterschaft eine Zwischenstation auf dem Weg zu seiner nächsten großen Herausforderung, dem Marathondebüt in Hamburg am 21. April. "Ich bin kein Marathonläufer und das weiß ich auch. Ich lebe von meiner Schnelligkeit, aber darauf kann ich mich beim Marathon nicht verlassen. Ich habe wahnsinnigen Respekt vor dieser Strecke und genau das macht für mich den Reiz aus", stapelt er noch mächtig tief und stellt klar: "Bei der EM in München werde ich keinen Marathon laufen."

Vor dem Hamburg-Marathon will Baumann noch in Italien ran

Dort könnten es schon eher die 10.000 Meter sein, auf denen er sich im Olympiastadion vorstellt. Deshalb gibt es auch gleich noch einen Termin in Baumanns Kalender. Den 6. April, dann steht zwei Wochen vor dem Marathon in der Hansestadt die EAA 10.000-Meter-Challenge im italienischen Camaiore auf dem Programm. "Dort möchte ich unter 28 Minuten laufen", gibt der frühere Olympiasieger sein Ziel, mit dem er auch die Norm für München frühzeitig abhaken würde, aus.

Das Kapitel Comeback und Hallensaison hat er am vergangenen Sonntag in Stuttgart beim Sparkassen-Cup nach zwei Starts bereits wieder geschlossen. Im Anschluss an seine Rückkehr auf das Leichtathletik-Parkett in Dortmund überzeugte er eine Woche später in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle als Fünfter in einem hochkarätigen Feld mit einer deutschen Jahresbestzeit von 7:40,68 Minuten über 3000 Meter. "Dass mich das Publikum in Stuttgart so toll und begeistert empfangen hat, war für mich nicht nur sehr schön, sondern auch überaus schmeichelhaft. Ich habe mich hier sehr wohlgefühlt." 

Dem wollen auch die Regensburger Organisatoren der Cross-DM nacheifern. Organisator Kurt Ring kündigte bereits scherzhaft an, dem Zugpferd den roten Teppich bis zur Autobahn ausrollen zu wollen. Am Dienstag hat sich Dieter Baumann nun zunächst ins Trainingslager nach Kenia verabschiedet, wo er sich auf die nächsten Aufgaben im Freien, die in der Oberpfalz ihren Anfang finden, gezielt vorbereitet. "Wenn ich gesund bleibe, werden diese Pläne auch umgesetzt", gab er am Rande des Stuttgarter Hallen-Meetings sein Wort. 

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