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Internationale Deutsche Hallen-Hochschulmeisterschaften

Form von Tim Lobinger steigt an

Nur wenige Top-Leistungen bei den Titelkämpfen in Düsseldorf

Tim Lobinger17.01.02 (ck) Kaum Top-Athleten, kaum Top-Leistungen. So sah es am Mittwoch bei den Internationalen Deutschen Hallen-Hochschulmeisterschaften in Düsseldorf aus. Immerhin: Die wenigen Spitzenkönner, die gekommen waren, erzielten gute Resultate. So überquerte Tim Lobinger im Stabhochsprung 5,60 Meter und sorgte für das beste Ergebnis des Tages. Ex-Siebenkämpferin Mona Steigauf siegte über 60 Meter Hürden in 8,30 Sekunden und gewann den Weitsprung mit 6,27 Metern.

Über 60 Meter flach war Katja Gotthardt in 7,56 Sekunden erfolgreich, bei den Männern setzte sich Weitspringer Kofi Prah durch (6,95). Den Stabhochsprung der Frauen gewann Sabine Schulte (4,10 Meter), die 200 Meter Nicole Marahrens (24,58 Sekunden). Kugelstoßer Gunnar Pfingsten wurde mit 18,74 Meter Erster, Hürdenläufer Jörn Lichtenhagen holte sich Platz eins in 8,02 Sekunden.

Während in den meisten Disziplinen zwischen den Teilnehmern große Leistungsunterschiede deutlich wurden oder das Leistungsniveau schwach war, erwies sich der 60 Meter Hürden-Lauf der Frauen als ausgeglichen und stark besetzte Konkurrenz. Zu ihrer eigenen Überraschung setzte sich im Finale Mona Steigauf (Uni Mainz/8,30 Sekunden) gegen Jennifer Komoll (Uni Essen/8,41 Sekunden) durch, die am Wochenende bei den Nordrhein-Meisterschaften noch mit 8,21 Sekunden notiert worden war. Zudem holte sich Steigauf mit 6,27 Metern ("Das ist meine beste Weite in den vergangenen zwei Jahren") auch den Sieg im Weitsprung und gewann mit der Staffel ihrer Hochschule (200 - 400 - 200). Damit avancierte Steigauf zur erfolgreichsten Starterin des Tages und hatte hinterher vor allem den Wunsch, nun Startplätze bei den Meetings in Dortmund und Erfurt zu erhalten. "Ich hoffe, dass ich mich durch meine heutigen Leistungen empfehlen konnte."

Tim Lobinger, der als Student an der Deutschen Sporthochschule Köln eingeschrieben ist, hatte vor dem Wettkampf eine klare Marschroute: Anfangshöhe 5,30 Meter, Ziel 5,60 Meter. Das schaffte er zwar, musste aber bei 5,30 Meter ein wenig zittern, denn die Höhe meisterte er erst im dritten Versuch. Danach lief es jedoch besser und letztendlich stand mit 5,60 Metern die gewünschte Höhe hinter seinem Namen in der Ergebnisliste. 

Einen Sprinttest wollte Weitspringer Kofi Prah (Humboldt-Universität Berlin) in Düsseldorf absolvieren. Über 60 Meter schloss er diesen als Sieger ab (6,95 Sekunden) und verwies Sven Puschmann (Fernuniversität Hagen) auf Rang zwei (7,02 Sekunden). Über 200 Meter war die Reihenfolge umgekehrt. Auf den letzten Metern setzte sich Puschmann doch noch durch (22,32 Sekunden). Prah war zwei Zehntel langsamer als sein Kontrahent.

Auch wenn am Ende einige gute Leistungen zu sehen waren, litt die Veranstaltung doch unter fehlender Klasse. Aber auch Masse gab es leider nicht. Nur rund 200 Teilnehmer hatten den Weg nach Düsseldorf gefunden.

von Christian Klaue

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