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In memoriam

Sebastian Fredrich

Rostocker Lauftalent erlag einem Krebsleiden

26.12.01 (fc) Mit Sebastian Fredrich hat die deutsche Leichtathletik in der vergangenen Woche einen sehr talentierten Läufer verloren. Im Alter von erst 21 Jahren verstarb er am 19. Dezember an den Folgen eines bösartigen Hirntumors. Er galt in seinem Umfeld und auch im Kreise der besten deutschen Nachwuchsathleten als großartiger Sportler. 

Sebastian Fredrich, am 3. Januar 1980 geboren, wurde bereits 1993 von einer Leukämieerkrankung heimgesucht. Nachdem er diese tückische Krankheit mit einer Chemotherapie erfolgreich überwunden hatte, widmete er sich wieder seiner Leidenschaft, dem Sport und dem Laufen, und nahm 1997 im Cross zum ersten Mal an einem nationalen Wettkampf teil. 

Im Jahr darauf holte er sich über 5000 Meter den Deutschen Jugendtitel. 1999 sollte schließlich für den hoffnungsvollen Nachwuchsathleten das erfolgreichste Jahr werden. Er wurde Deutscher Meister auf der Straße über 15 Kilometer und mit der 3x1000-Meter-Staffel und heimste Vizetitel über 3000 Meter und im Cross ein. Bei der Junioren-EM in Riga vertrat er über 10.000 Meter die deutschen Farben und erreichte dort den fünften Platz. Zugleich verbesserte er seine persönliche Bestleistung auf 30:04,78 Minuten und reihte sich damit in der europäischen Junioren-Jahresbestenliste auf dem sechsten Platz ein. Schließlich schaffte er im letzten Jahr als Dritter der Junioren den Sprung auf das Treppchen bei den Deutschen Meisterschaften im Halbmarathon.

Der April 2001 riss ihn wieder aus seinem ambitionierten Sportlerleben. Im Training brach er bewusstlos zusammen, die Ursache war ein bösartiger Hirntumor. Nach einer kurzzeitigen Besserung begann er im Sommer wieder mit leichtem Lauftraining, aber die schwere Krankheit holte ihn ein. Nach quälenden letzten Wochen erlag er am 19. Dezember den Folgen.

Sebastian Fredrich stellte stets seinen unbändigen Willen, im Sport etwas erreichen zu wollen, unter Beweis. Selbst der Tübinger Olympiasieger Dieter Baumann, mit dem er einst zusammen trainierte, zeigte sich davon beeindruckt.

"Für Basti gab es immer einen Traum, ein Ziel, dem er alles unterordnete und das er nie aufgab: erfolgreich laufen", sagt sein Vereinskollege Matthias Weippert vom 1. LAV Rostock, "diesen Traum hat er verwirklicht!"

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