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LBBW-Meeting in Karlsruhe

Stelldichein der Olympiasieger

Zusagen von Heike Drechsler, Maria Mutola und Nils Schumann

Maria Mutola18.12.01 (pm) Am Freitag, 25. Januar 2002 steht die Karlsruher Europahalle ganz im Zeichen der Leichtathletik, wenn beim LBBW-Meeting die Weltklasse in die Hallensaison einsteigt, die ihren Höhepunkt mit den Hallen-Europameisterschaften in Wien vom 1. bis 3. März hat. Man kann also davon ausgehen, dass die Athleten zu Saisonbeginn schon sehr gut in Form sind, zumal in diesem Jahr die Zeit zwischen dem letzen großen Freiluftevent, den Weltmeisterschaften in Edmonton (Anfang August) und dem Beginn der Hallensaison, erheblich länger war, als noch im vergangenen Jahr nach den Olympischen Spielen von Sydney. 

Zumindest ist die zweifache Weitsprung-Olympiasiegerin Heike Drechsler davon überzeugt, dass die längere Regenerationsphase den Athleten gut getan hat. Sie selbst habe bisher sehr gut trainieren können, meinte sie am Rande einer kürzlichen Pressekonferenz in den Räumen der LBBW Karlsruhe. Dort wurde der Rahmenplan für das nunmehr 18. Internationale Hallen-Meeting vorgestellt. Auch dann wird die LBBW als Hauptsponsor dieses Meetings auftreten, das zu Recht den Untertitel "Leichtathletik der Weltklasse" für sich reklamiert.

Heike Drechsler startet im 200-Meter-Sprint

Schon jetzt gibt es Startzusagen von drei Olympiasiegern von Sydney. Natürlich mit dabei Heike Drechsler, die das Karlsruher Publikum aber nicht nur in ihrer Paradedisziplin Weitsprung sehen wird (übrigens wieder auf einer eigens installierten mobilen Anlage). Heike Drechsler wird nach vielen Jahren auch mal wieder als Sprinterin über 200 Meter an den Start gehen. Immerhin hält sie nach wie vor den deutschen Hallenrekord mit einer Zeit von 22,24 Sekunden, die sie bei den Weltmeisterschaften 1997 in Indianapolis lief. Nebenbei ist sie auch noch (zusammen mit Marita Koch) Rekordhalterin über diese Strecke im Freien. 21,71 Sekunden stehen da immerhin zu Buche. Lang ist es her, dass Heike Drechsler in einem offiziellen Wettkampf die 200 Meter lief, aber wie sie selbst sagt, freut sie sich "ungemein darauf" und hat sogar "etwas Lampenfieber", wenn sie an den Start denkt. Eine ihrer Gegnerinnen wird Anja Rücker sein. Die 28-Jährige konnte 1999 ihren größten Erfolg feiern, als sie bei den Weltmeisterschaften in Athen in 49,74 Sekunden Vizeweltmeisterin über 400 Meter wurde. Nach zwei, vor allem durch diverse Verletzungen bedingte schwächere Jahre, will Rücker in dieser Saison wieder an alte Glanzzeiten anknüpfen. Das Karlsruher Meeting kommt da gerade recht.

Neben Heike Drechsler ist eine weitere Olympiasiegerin von Sydney in der Europahalle am Start: Maria Mutola, die sich in Australien über 800 Meter die Goldmedaille holte, gehört seit zehn Jahren zu den besten Mittelstrecklerinnen der Welt. Schon 1993 wurde sie Weltmeisterin über 800 Meter, ein Titel, den sie übrigens in diesem Jahr in Edmonton erneut gewinnen konnte, womit sie das Kunststück schaffte, sowohl den Olympiasieg als auch den WM-Titel innerhalb eines Jahres zu holen. 

Nummer drei im Bunde der Olympiasieger ist Nils Schumann. Der 23-jährige, schon 1998 im Freien und in der Halle Europameister, düpierte in Sydney erneut die Favoriten und holte sich dank einer taktischen Meisterleistung den Olympiasieg. In Karlsruhe will sich Schumann über 1500 Meter versuchen, und man darf gespannt sein, was der Schützling von Trainer Dieter Hermann, zu dem er nach einem kurzen Abstecher nach Berlin wieder zurückgekehrt ist, auch auf dieser Strecke leisten kann. 

Sein russischer Kontrahent Yuri Borzakovsky wird in der Europahalle die 1000 Meter laufen, und da "Borza" eigentlich fast immer zu Begin der Saison seine besten Zeiten anbietet, kann man sich auf einiges gefasst machen. Im vergangenen Jahr lief er über 800 Meter in 1:44,15 Minuten die zweitschnellste je in der Halle erzielte Zeit, und niemand vermochte diese Leistung in der gesamten Saison zu toppen.

Freitagtermin zeichnet sich als gute Wahl ab

Also schon die ersten bekannten Namen machen Appetit auf ein Meeting, das wie schon früher einmal, wieder an einem Freitagabend ausgetragen wird, da aus Termingründen ein Start am Samstag nicht möglich war. "Das Meeting in Dortmund findet am Sonntag statt, und sowohl der DLV als auch wir möchten den Athleten keine zwei Starts ohne einen Tag Pause zumuten. Deshalb haben wir uns mit dem DLV auf den Freitag verständigt" meinte Meeting-Direktor Siegfried König. Mittlerweile aber scheint es, dass dieser Termin dem Meeting nur gut tut, denn Alain Blondel, der für die Athletenverpflichtung zuständig ist, hat nicht nur "noch einige sehr interessante Namen" in seinem Notizbuch, die "unbedingt in Karlsruhe starten wollen". Zum ersten Mal wird das Meeting auch komplett live im Fernsehen übertragen. Dafür sorgt der baden-württembergische Regionalsender B.TV, der aber auch über Satellit europaweit empfangen werden kann. Und dies ist nicht ganz unwichtig, denn immerhin ist zur Finanzierung des Meetings rund eine Dreiviertel Million Mark vonnöten. Die aber seien gut angelegt, meinte Wohlfart, denn auch die 18. Auflage dieser Veranstaltung, die Wohlfart als ein Topereignis der rund 600 Veranstaltungen der KMK bezeichnete, verspreche wieder Leichtathletik der Weltklasse.

Eintrittskarten gibt es übrigens in drei Kategorien. Für 20, 17 und 12 Euro. Der Vorverkauf hat begonnen. Kartenvorbestellungen nimmt die Stadtinformation unter Telefonnummer 0721/2 50 00, Fax 0721/ 35 53 43 89 entgegen.

 

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