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Weiblich, ledig, jung sucht...

... nicht nur den Weg zur Europameisterschaft nach München

Martina Strutz11.01.02 (fc) Martina Strutz ist zufrieden mit dem Jahr 2001, aber ihr Blick richtet sich nach ihren ansteigenden Leistungen voraus. Er gilt der Europameisterschaft im nächsten Jahr in München. Nicht nur, weil sie vom DLV als eine von fünf Stabhochspringerinnen in den EM-Kader berufen wurde. Er gilt den größeren Meetings, bei denen sie hofft, in Zukunft leichter in die Felder rutschen zu können und auf die Asse zu treffen. Er gilt der nationalen Konkurrenz, zu der sie ein gutes Verhältnis hat und mit der sie sich messen muss. Und er gilt noch manch anderen Dingen wie dem anstehenden Abitur.

Die zurückliegenden Monate verbanden sich für die junge Schwerinerin mit einem deutlichen Leistungsschub. In der Halle war sie vor Jahresfrist noch vom Pech verfolgt. Beim Meeting in Halle, wo sie sich in in bester Verfassung fühlte, hatte sie sich beim Einspringen die Nase gebrochen, als bei vier Metern die Latte hinterher kam: "Danach konnte ich nicht mehr so, wie ich wollte." Ein neunter Platz bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften mit der Verletzung als Handicap und eine Bestleistung von 4,15 Metern waren das Ergebnis ("Ich denke, es wäre schon mehr drin gewesen"), mit dem sie aus dem Winter kam.

Sie brach in einen erfolgreicheren Sommer auf: "Es hat sich einiges gebessert." Bei den Deutschen Meisterschaften in Stuttgart und den U23-Europameisterschaften in Amsterdam, bei denen widrige Bedingungen vorherrschten, sprang sie mit jeweils 4,30 Metern und dem vierten Rang knapp am Treppchen vorbei. Zuvor hatte sie sich mit 4,42 Metern Ende Juni auf heimischem Terrain in Schwerin auch für die Weltmeisterschaft in Edmonton nachhaltig empfohlen, musste letztlich aber der Stuttgarterin Yvonne Buschbaum den Vortritt lassen. "Da war ich schon sauer, weil man sich auch auf die Nominierungsrichtlinien verlässt", findet sie noch jetzt kritische Worte, nachdem sie sich in Schweinfurt mit dem nationalen Juniorentitel trösten musste, während sich ihre Kolleginnen in Calgary auf die WM vorbereiteten.

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