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Der perfekte Lauf zur richtigen Zeit

Tina Kron übt sich in Geduld mit ihrer Hassliebe

Tina Kron21.12.01 (dg) Mit 57,89 Sekunden verbesserte Tina Kron in diesem Jahr den zwanzig Jahre alten Saarlandrekord über die 400 Meter Hürden und meinte dennoch: "Ein perfekter Lauf war das in Stuttgart noch nicht, aber ich bin erst einmal sehr stolz, mir diesen Traum erfüllt zu haben." In der Aufregung war sie bei den Deutschen Meisterschaften zu dynamisch aus den Startblöcken geschossen und stand dann plötzlich vor der ersten Hürde. Weil sie ruhig blieb, brachte der Lauf dann doch noch das gewünschte Resultat mit einem sechsten Platz, neuem Saarlandrekord und dem Ticket zur U23-Europameisterschaft nach Amsterdam.

"Insgesamt war das eine nahezu perfekte Saison für mich," resümiert die junge Saarbrückenerin, die im Frühsommer mit einem dritten Platz und persönlicher Bestleistung bei den deutsch-französischen Hochschulmeisterschaften aufhorchen ließ und die Saison in Schweinfurt als nationale Juniorenmeisterin abschließen konnte.

"Wenn da nicht der Wermutstropfen Amsterdam gewesen wäre. Ich bin da nicht in den Lauf gekommen, war zu passiv und hatte am Ende nicht das Gefühl, alles gegeben zu haben. Ich habe alles falsch gemacht," geht Tina Kron hart mit sich selbst ins Gericht. "Aber in zwei Jahren in Athen gehöre ich zum ältesten Jahrgang und möchte eine Medaille haben," ist sie gleich wieder obenauf, schaut nach vorne und lässt etwas von ihrer unkomplizierten Art durchblicken.

Geduld, Konstanz und eine robuste Natur

Die Zukunft könnte für die elegante Hürdenläuferin rosig werden, denn ihre Stärken sind Geduld und Konstanz. "Ich bin eine robuste Natur und bisher von Verletzungen verschont geblieben". In den letzten drei Jahren gelang es der Athletin aus dem Herzen Europas, sich um rund eine Sekunde je Saison zu verbessern und für 2002 strebt sie mit ihrem Trainer Werner Schorr eine 56,50 Sekunden über die zehn Hürden an. "Das reicht nicht aus, um mich für die EM in München zu qualifizieren, da sind noch zwei oder drei schnellere Läuferinnen vor mir. Als realistisches Ziel sehe ich die Weltmeisterschaften 2005 und die Europameisterschaften 2006. Ich bin keine Senkrechtstarterin und brauche eine gewisse Reifezeit." 

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