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Meetings

Köln will wieder Gas geben

Sportfest kehrt als IAAF-Permit-Meeting zurück

07.12.01 (fc) Zwei Jahre gab es in Köln nach dem Grand-Prix-Meeting kein internationales Sportfest mehr. Nun wird ein neuer Anlauf unternommen. Der Termin fand mit dem 25. August 2002 schon Eintrag in den internationalen Meeting-Kalender. Das bedeutende und historische Meeting in der Domstadt kehrt zurück. 

Dafür wurde der Verein "Internationales Stadion Meeting Köln e.V." (ISM) ins Leben gerufen und dieser darf sich der Unterstützung durch die Stadt Köln mit dem Oberbürgermeister Fritz Schramma, der in der Vergangenheit schon eng mit dem Kölner Grand-Prix-Meeting verbunden war, sicher sein. Auch beim Weltverband IAAF und dem Landesverband Nordrhein stießen die Pläne in der Domstadt auf Wohlwollen, der Status eines IAAF-Permit-Meetings war nur eine Art Formsache. Für die Organisatoren ist es allerdings ein wichtiges Signal.

In den nächsten Wochen und Monaten wird es nun darum gehen, die entsprechenden Voraussetzungen im wirtschaftlichen und organisatorischen Bereich zu schaffen, um die Veranstaltung, die mit einem ausreichenden Etat über die Bühne gehen soll, auf solide Beine zu stellen. Die Zielsetzung ist mit einem hochkarätigen Sportfest, das viele Zuschauer anlockt, klar.

Frank Thaleiser, der sich als Meeting-Direktor und Vorsitzender des ISM dieser Herausforderung stellt, kann bei seiner neuen Aufgabe auf seine Erfahrung als Macher des Bayer-Meetings in Leverkusen vertrauen und ist nicht nur als neuer Geschäftsführer der German Meetings e.V. auch bestens mit der nationalen und internationalen Szene vertraut. Als Stellvertreter greift ihm mit Rolf von der Laage ein alter Bekannter des Kölner Sportfests und erfahrener Journalist unter die Arme. Ab 1976 wirkte er bei der Organisation des damaligen ASV-Sportfests mit und wird nun diese Arbeit wieder fortführen. 15.000 Zuschauer und eine Super-Stimmung ist das, was die Verantwortlichen für realistisch halten. "Das müsste eigentlich möglich sein", gibt sich von der Laage optimistisch. Der Spitzenwert in den Neunziger Jahren lag beim früheren Grand-Prix-Meeting bei 40.000 (1992), 1999 waren es nach einem Jahr Pause nur 17.000 Besucher. 16 spannende Wettbewerbe mit rund 150 Athleten sollen nun im nächsten Jahr die Leichtathletik-Fans in das Kölner Südstadion locken.

Kölner Meeting blickt auf eine lange Tradition und 17 Weltrekorde

Immerhin kann der Standort Köln auf eine lange Meeting-Tradition bauen. Bereits 1913 fand das erste Sportfest statt, das "ISM 2002" wäre demnach das 62. Kölner Leichtathletik-Meeting. Eine Geschichte, die auch verpflichtet. Gerade deshalb will man die neue Veranstaltung auf solide Beine stellen und so in eine erfolgreiche Zukunft starten. Die Größenordnung des ehemaligen Grand-Prix-Meetings wird zunächst nicht angestrebt. "Das neue Meeting soll auch gar nicht das frühere ASV-Format haben", stellt Rolf von der Laage klar. Frank Thaleiser fügt hinzu: "Wir sehen uns in der Tradition des gesamten Kölner Meetings." Der erste Kölner Weltrekord datiert aus dem Jahr 1926. Damals legte die Berlinerin Gundel Witmann die 100 Meter in 12,5 Sekunden zurück. Sechzehn weitere Weltbestmarken folgten, die letzten am 24. August 1997. Damals liefen Wilson Kipketer (DAN) und Bernard Baramasei (KEN) neue Rekorde über 800 bzw. 3000 Meter Hindernis.

Nicht die Vergangenheit, sondern die Zukunft ist aber nun das, was zählt. Neben dem Förderverein ist auch eine GmbH geplant. Es wurde bereits einiges an Basisarbeit geleistet und die nächsten Aufgaben sind klar. Die Idee wurde bereits seit diesem Sommer intensiv verfolgt und erste Erfolge zeigen sich auf. "Wir freuen uns, dass wieder etwas bewegt werden konnte und dieses Permit-Meeting in Köln stattfindet", blickt Frank Thaleiser bereits jetzt zufrieden auf den 25. August des nächsten Jahres.

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