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Wechselkarussell 2001

Lobinger-Wechsel in letzter Minute

Der Nachwuchs hoch im Kurs - Aderlass in Franken - Schumann zurück

Nils Schumann02.12.01 (fc) Am 30. November ging für die deutschen Leichtathleten die Wechselfrist zu Ende. Es hat sich einiges getan, das Wechselkarussell bescherte in diesem Herbst mehrere Überraschungen, wie zum Beispiel die Rückkehr von Olympiasieger Nils Schumann nach nur einem Jahr bei der LG Nike Berlin nach Großengottern. 

Aber auch Oliver-Sven Buder trennte sich vorzeitig wieder vom MTV Ingolstadt, wo er noch im letzten Jahr nach seiner langen Wattenscheider Ära untergekommen war. Er schloss sich nun dem LAZ Leipzig an, was für ihn als gebürtigen Sachsen einen Schritt zurück in die Heimat darstellt.

Nicht überraschend kam, dass LAC Quelle Fürth/München aufgrund der Kürzungen der Karstadt Quelle AG als Großsponsor einige Leistungsträger ziehen lassen musste. Die Liste der Abgänge wird angeführt von Carsten Eich (Braunschweig), Manuela Priemer (Regensburg), Esther Möller (Wattenscheid) und Ruwen Faller (Jena), während Tim Lobinger in letzter Minute in Frankfurt unterkam. Der Stabakrobat, den der DLV in den B-Kader zurückstufte, wurde zuvor schon mit den Vereinen in Berlin, Köln und Wolfsburg in Verbindung gebracht, dort kam es letztlich aber zu keiner Einigung. Ein schmerzlicher Verlust war in Franken Hürdenläufer Stefan Bönisch, auf den man im nächsten Jahr setzen wollte. Gemeinsam mit dem ebenfalls sehr talentierten Christian Duma geht er nun ebenfalls für die LG Eintracht Frankfurt, die Hammerwerferin Kirsten Münchow an Eintracht Minden verlor, auf die 400 Meter Hürden. 

Prominente Neuzugänge in Wattenscheid

Mächtig aufgerüstet hat der TV Wattenscheid 01. Esther Möller, Marc Alexander Scheer, Jerome Crews und der talentierte 400-Meter-Läufer Bastian Swillims sind durchwegs junge Kräfte, denen in den nächsten Jahren einiges zuzutrauen ist. Auch Wolfsburg scheint sich wieder zu einem stärkeren Leichtathletik-Standort zu mausern. Zwar ist noch nicht geklärt, ob sich Lars Figura aus dem Vertrag mit der LG Olympia Dortmund lösen kann, aber dessen Kollege Jens Dautzenberg und Beatrice Mau-Repnak, die auch mit Ingolstadt in Verbindung stand, sind Athleten für solide Leistungen.

Trotz der Absage der Siebenkämpferin fand der MTV Ingolstadt zur Verstärkung des Mehrkampf-Teams um Sabine Krieger und Andrea Tittmann in der aktuellen Juniorenmeisterin Annelie Schrader noch eine Alternative und peilt damit im nächsten Jahr nach 1999 wieder den nationalen Mannschaftstitel an. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in Deutschland noch einen Verein gibt, der ein so ausgeglichenes Team hat", meint Tittmann, die sich wie der sportliche Leiter Karl Eberle auf die junge Athletin, die bisher für den SC Magdeburg startete, freut.

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