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Manuela Priemer nach Regensburg

Der Hammer fliegt wieder in einem Oberpfälzer Trikot

27.11.01 (orv) Die frühere EM- und WM-Teilnehmerin im Hammerwerfen, Manuela Priemer,  wird in der Europameisterschaftssaison 2002 das Trikot der LG Domspitzmilch Regensburg überstreifen. Damit kehrt die gebürtige Wiesauerin in ihre Oberpfälzer Heimat zurück. Nachdem sie beim fränkischen Renommierclub LAC Quelle Fürth/München in den letzten beiden Jahren nicht mehr so gut zurecht kam, erhofft sie sich bei den Regensburgern neue Motivation und einen deutlichen Leistungsschub über ihre Bestleistung von 66,30 hinaus, verbunden natürlich mit einer Qualifikation für die Europameisterschaften in der Landeshauptstadt München.

Ihre internationale Karriere begann die von ihrem Vater Gerhard trainierte Athletin mit zwanzig Jahren, als sie sich nach einer Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften für die EM in Budapest qualifizierte und dort mit 59,47 Metern beinahe als Zehnte den Endkampf erreichte. Obwohl im Jahr darauf nur Vierte der nationalen Titelkämpfe, reichte es für Manuela Priemer trotzdem für die WM in Sevilla. Diesmal flog das vier Kilogramm schwere Gerät über zwei Meter weiter auf 61,99 Meter, was in der Endabrechnung Platz vierzehn bedeutete. Bei den Junioren-Europameisterschaften U23 gelang ihr mit 62,38 als Bronzemedaillengewinnerin dann sogar der Sprung auf's Treppchen. Genau aus diesem Jahr stammt auch ihre persönliche Bestleistung von 66,30 Meter.

Lumpige 39 Zentimeter fehlten ihr im Olympiajahr 2000 mit einer Bestleistung von 65,61 Meter für den Sprung auf den fünften Kontinent. Der Deutsche Juniorentitel, nach dem B-Jugend-Sieg 1995 der zweite nationale Titel, war da wenig Trost. Auch im WM-Jahr 2001 wollte der Hammer nicht über die verflixten 66 Meter fliegen, die Saison schloss Manuela Priemer mit 64,97 ab, womit sie in Deutschland zusammen mit Bianca Achilles (TSV Bayer 04 Leverkusen) auf Rang drei liegt, in Europa auf Platz 25 und in der Welt auf Platz 36.

Die Chancen für eine Teilnahme bei den Europameisterschaften haben sich aus zweierlei Gründen erhöht. Zum einen wird die vom DLV geforderte Norm im eigenen Land sicher irgendwo bei nur 64 Metern liegen, zum anderen ist die Deutsche Meisterin und Rekordhalterin Kirsten Münchow schwanger und fällt somit als Konkurrentin für das Team aus. Für die ganze Region wäre natürlich ein EM-Coup der Wiesauerin ein Schub nach vorne, für die LG Domspitzmilch eine echte Belohnung für die exzellente Leichtathletik-Arbeit der letzten Jahre.

von Kurt Ring

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