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Euro-Marathon in Frankfurt

Spannung im Doppelpack am Main

Für die deutsche Spitze geht es um Meisterschaft und EM-Norm

Petra Wassiluk27.10.01 (fc) Gleich um zwei Titel geht es am Sonntag beim Marathon in Frankfurt, da dort in diesem Jahr auch die Deutsche Marathon-Meisterschaft mit vergeben wird. Von den über 11.000 Läufern, die das Gros der rund 15.000 Aktiven bilden, haben 1.200 für die DM-Wertung gemeldet. Vor allem bei den Frauen zeichnet sich aus nationaler Sicht ein spannendes Rennen ab.

Zwar muss die Konkurrenz auf die Leverkusenerin Sonja Oberem, die einen Start in Athen anpeilt, verzichten, aber mit der WM-Teilnehmerin Melanie Kraus, Claudia Dreher, Luminita Zaituc, Manuela Zipse und Lokalmatadorin Petra Wassiluk haben gleich fünf Langstrecklerinnen berechtigte Hoffnungen auf den Titel oder zumindest das Siegerpodest. Mit einem schnellen Tempo können sie sich auch zugleich für die Europameisterschaft im nächsten Jahr in München empfehlen. Dafür müssen sie unter 2:30 Stunden bleiben. Mit der Kenianerin Esther Barmasei tritt die "Mainhattan"-Gewinnerin der letzten beiden beiden Jahre gegen die schnellen Deutschen an. 

Während sich die einheimischen Läuferinnen vor ihrer internationalen Konkurrenz nicht zu fürchten brauchen, sieht die Situation bei den Männern doch etwas anders aus. Der Russe Leonid Shvetsov und der Vorjahressieger Henry Cherono (KEN), der auch den Streckenrekord hält, haben mit der besten Vorleistung gemeldet. Der Wattenscheider Michael Fietz, der erst vor kurzem den Köln-Marathon nicht beenden konnte, unternimmt einen neuen Angriff auf die EM-Norm von 2:12:30 Stunden. Wenn er nach seinen Problemen wieder fit ist, wird ihm auch die Favoritenrolle auf den nationalen Meistertitel zuteil. Der Cottbuser Stephan Freigang und Fietz' Vereinskollege Sebastian Bürklein könnten zu jenen gehören, die bei einem guten Lauf auch Titelverteidiger Matthias Körner die Meisterehren abjagen könnten. Außerdem gibt der Leipziger Cross-Meister Jens Borrmann in Frankfurt sein Marathondebüt. 

Mit dem Gesamtsieg werden die deutschen Marathonläufer aber kaum etwas zu tun haben. Immerhin haben neben Shvetsov und Cherono noch eine ganze Reihe anderer ausländischer Gäste ihr Kommen angekündigt, die bereits unter 2:15 Stunden gelaufen sind. Insbesondere muss man in diesem Zusammenhang noch Kenichi Kawakubo (JPN), Samwel Okemwa (KEN) sowie die Polen Artur Osman (POL) und Michael Bartoszak (POL) nennen. 

 

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