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Halbmarathon-Weltmeisterschaft

Gebreselassie im Blickpunkt

Schafft der Äthiopier den Sprung von der Bahn auf die Straße?

Haile Gebreselassie04.10.01 (fc) Wenn am kommenden Sonntag die Halbmarathon-Weltmeisterschaft in Bristol mit 225 Aktiven und einem Gesamtpreisgeld von 245.000 US-Dollar stattfindet, dann rückt ein Mann in den Mittelpunkt, der auf der Bahn große Erfolge feierte: der zweifache Olympiasieger und vierfache Weltmeister Haile Gebreselassie. Für den Äthiopier, der bei der Weltmeisterschaft in Edmonton über 10.000 Meter mit dem dritten Rang Vorlieb nehmen musste, ist es der große Schritt von der Bahn auf die Straße.

Als Fernziel hat Gebreselassie den Marathon bei den Olympischen Spielen in Athen im Auge. Bereits in diesem Jahr sollte er sein Debüt auf dieser klassischen Straßenstrecke geben, aber seine Fußprobleme machten einen Strich durch die aufgemachte Rechnung und seine Konzentration galt der WM.

So tastet er sich nun langsam an die Straße heran, nutzte die Landesmeisterschaften im Halbmarathon in seiner Heimat für einen Test und setzte sich dort auf Anhieb gegen seine äthiopischen Kontrahenten in 1:04:47 Stunden durch, was für seine Qualitäten spricht. Der 28jährige entschied sich danach für einen Start bei der Halbmarathon-WM in Bristol, die ihn nun als Standortbestimmung erwartet.

Dort trifft Haile Gebreselassie auf starke Konkurrenz. Der Südafrikaner Hendrik Ramaala ist ein erfahrener Straßenläufer. Im April entzauberte er den Kenianer Paul Tergat beim Halbmarathon in Lissabon. Tergat ist übrigens für den zeitgleich am 7. Oktober stattfindenden Chicago-Marathon gemeldet. Auch für Ramaala ist Bristol nur ein Zwischenstopp zum nächsten Marathon. Er wird am 4. November in New York mit dabei sein.

Skah will es noch einmal wissen - Allrounderin Radcliffe peilt Titelverteidigung an

Ein weiterer interessanter Mann ist Khalid Skah, der 1994 bereits einmal in ähnlicher Ausgangsposition wie Gebreselassie in diesem Jahr Halbmarathon-Weltmeister wurde. Der Marokkaner durchschritt seither einige schwierige Jahre. Viele hatten ihn schon abgeschrieben, aber er will es nun als 34-jähriger noch einmal wissen. Zu beachten wird auch sein Landsmann Salah Hissou, ebenfalls ein bekannter Bahnläufer, sein. Das Aufgebot der ebenfalls nicht zu unterschätzenden Japaner führt Yuko Mori an. Sie haben gute Chancen auf eine vordere Platzierung in der Mannschaftswertung.

Im Frauenrennen will die Britin Paula Radcliffe, auf Bahn, Straße und Gelände gleich stark, ihren Titel aus dem Vorjahr vor heimischem Publikum verteidigen. Sie bereitete sich in der Höhe von Frankreich auf diese Aufgabe vor und überzeugte bei ihrem letzten Test bei einem Staffelrennen auf der Straße. Die Kenianerin Susan Chepkemei gilt als leistungsstärkste Konkurrentin von Radcliffe. Daneben werden der Südafrikanerin Elana Meyer, Berhane Adere (ETH) und Joyce Chepchumba (KEN) noch gute Chancen eingeräumt. Für eine Überraschung könnten die Japanerinnen um Takako Kotorida und Mizuki Noguchi oder die erfahrene Rumänin Iulia Olteanu, die in diesem Jahr auch schon unter 1:10 Stunden gelaufen ist, sorgen.

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