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Berlin-Marathon

Takahashi läuft "Weltrekord"

Pacemaker Ngolepus überrascht bei den Männern

Naoko Takahashi30.09.01 (mb) Naoko Takahashi aus Japan hat ihre Ankündigung wahrgemacht und beim 28. Berlin-Marathon in 2:19:45 Stunden eine neue Weltbestzeit aufgestellt und als erste Frau die "Schallmauer" von 2:20:00 Stunden geknackt. Bei den Männern gab das unbeschriebene Blatt Joseph Ngolepus ein fantastisches Marathondebüt. Der als Tempomacher verpflichtete Läufer lief durch und siegte in 2:08:46 Stunden.

Takahashi ließ ihrer schärfsten Konkurrentin Tegla Loroupe, der bisherigen Inhaberin der Weltbestzeit, nicht den Hauch einer Chance und lief in ihrem erst fünften Marathonlauf einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg heraus. Von Erschöpfung keine Spur: locker und gelöst wie auf den ersten Metern lief die Olympiasiegerin ins Ziel und ließ sich auch vom starken Gegenwind in der Konstanzer Straße nicht ausbremsen. Offizielle Weltrekorde werden bei Straßenläufen zwar nicht geführt, sondern nur Weltbestzeiten, doch nach der grandiosen Leistung Takahashis sprach in Berlin jeder nur von "Weltrekord". Begeistert zeigte sich die Japanerin von der einmaligen Atmosphäre in Berlin: "Ich freue mich, dass mich so viele Leute angefeuert haben. Dies hat den Rekord möglich gemacht". Die 29-Jährige kann sich über insgesamt 210.000 Mark Preisgeld freuen. Loroupe, die vor zwei Jahren an gleicher Stelle 2:20:43 Stunden gelaufen war, musste sich in 2:28:46 mit Platz zwei und einer Prämie von 25.000 Mark zufrieden geben. Rang drei erkämpfte sich Kathrin Weßel (2:28:27).

Einen Dreifachsieg landete Kenia bei den Männern. William Kiplagat (2:09:54) konnte seiner Favoritenrolle jedoch nicht gerecht werden und musste sich seinen Landsleuten Joseph Ngolepus (2:08:46) und Willy Cheruiyot (2:09:07) geschlagen geben. Der Überraschungssieger Ngolepus kassierte 50.000 Mark Preisgeld.  

Insgesamt gingen an dem Lauf unter dem Motto "Run for Peace" rund 37.000 Läufer an den Start. Zigtausende Berliner feierten am Rand der Laufbahn und verwandelten mit über 60 Musikgruppen die 42,196 Kilometer lange Strecke in einer Feiermeile.  

 

 

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