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Grand-Prix-Finale in Melbourne

Johnson darf sich keine Blöße geben

Letzter großer Leichtathletik-Zahltag in diesem Jahr mit vier Deutschen

1500 Meter der Frauen08.09.01 (fc) Zum letzten großen Zahltag der diesjährigen Leichtathletik-Saison treffen sich die besten Athleten am Sonntag in den Grand-Prix-Disziplinen zum Finale im australischen Melbourne. Fast drei Millionen US-Dollar werden an die Aktiven ausgeschüttet. Vier Deutsche treten an, um sich ihren Anteil abzuholen.

Mit den besten Karten tritt dabei der Speerwerfer Boris Henry an, der nicht nur als Spitzenreiter der Disziplinwertung anreist, sondern auch im Gesamtklassement mit 66 Punkten auf der Acht rangiert. Gemeinsam mit seinen Kollegen Peter Blank und Raymond Hecht tritt er gegen Weltmeister und Olympiasieger Jan Zelezny an. In Melbourne kassiert derjenige, der dort die größte Weite erzielt, die 50.000 US-Dollar Preisgeld für den ersten Platz. Der Achte jedes Finalbewerbes bekommt seinen Trip nach Down Under immerhin auch noch mit 5.000 US-Dollar versüßt.

Dadurch, dass beim Finale Punkte in dreifacher Multiplizierung, also 24 für den Gewinner einer Disziplin, kann es in der Gesamtwertung, bei der dem Sieger am Ende 100.000 US-Dollar winken, noch zu spannenden Verschiebungen kommen. Vor allem bei den Männern liegen die Top Five mit Allen Johnson (80) an der Spitze lediglich vier Punkte auseinander. Nur mit einem ersten Platz über die 110 Meter Hürden hat der Weltmeister das größte Preisgeld sicher. Bei den Frauen kann die überragende Läuferin der Saison über 1500 Meter, die Rumänin Violeta Beclea-Szekely, mit 92 Punkten auf einen Elf-Punkte-Vorsprung zu Maria Mutola (MOZ) vertrauen und sich ihrer Sache relativ sicher sein, wenn sie ihre Leistungen des Sommers noch einmal bestätigt.

Astrid Kumbernuss vertritt die deutschen Farben bei den Frauen

Astrid KumbernussDie einzige deutsche Frau, die sich für das Grand-Prix-Finale qualifizierte, ist Kugelstoßerin Astrid Kumbernuss. Sie hat durchaus Chancen auf eine vordere Platzierung, nachdem Weltmeisterin Yanina Korolchik (BLR) nach Edmonton die Form verlor und Goodwill-Games-Siegerin Larissa Peleshenko (RUS) nicht am Start ist. Die Hauptkonkurrentinnen dürften somit Nadezda Ostapchuk ((BLR) und Svetlana Kriveljova (RUS) sein.

Interessant wird der Stabhochsprung der Frauen. Es ist aber eher unwahrscheinlich, dass sich Stacy Dragila (USA) noch einmal zu einem Weltrekord, der mit 100.000 US-Dollar und 18 Zusatzpunkten belohnt wird, aufschwingen kann. Svetlana Feofanova (RUS), Monika Pyrek (POL) und Tatiana Grigorieva (AUS) werden aber alles versuchen, um Dragila das Leben so schwer wie möglich zu machen. Die 400 Meter Hürden mit Nezha Bidouane (MAR) und die 800 Meter mit dem ewig jungen Duell Graf gegen Mutola sind bei den Frauen weitere Wettkämpfe mit Brisanz. Die Starterlisten der Männer sind natürlich auch mit reichlich klangvollen Namen gespickt. Schade ist aus deutscher Sicht, dass mit Lars Riedel und Michael Möllenbeck die beiden Medaillengewinner der WM im Diskuswerfen den Weg nach Melbourne nicht gefunden haben. Weltmeister Reuben Kosgei (KEN) stellt sich über 3000 Meter Hindernis zum Ende der Saison noch einmal dem neuen Weltrekordhalter Brahim Boulami (MAR). Ivan Pedroso (CUB), Hicham El Guerrouj (MAR) und Andre Bucher (SUI) sind weitere Asse, die sich das Preisgeld für den Disziplinsieg nach WM-Gold holen möchten.

Das Grand-Prix-Finale in Melbourne bedeutet das Ende der Kernsaison der Leichtathletik und beschließt die Serie, die sich in diesem Jahr aus sieben Golden League- , zehn Grand Prix- und
elf Grand Prix-II-Meetings zusammensetzte. Für die Athleten ist es zugleich der letzte große Zahltag des Jahres.

 

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