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Goodwill Games

Chambers besiegt Montgomery

Astrid Kumbernuss kam über Rang vier und 18,09 Meter nicht hinaus

Dwain Chambers05.09.01 (fc) Zwar fühlte sich der britische Sprinter Dwain Chambers vor seinem Rennen bei den Goodwill Games in Brisbane noch etwas müde von der Anreise und der Zeitumstellung, das hinderte ihn aber nicht daran, über 100 Meter den Vize-Weltmeister Tim Montgomery ("Es war heute eine Frage der Kraft") aus den USA in 10,11 Sekunden um ganze sechzehn Hundertstel hinter sich zu lassen. Nichts zu rütteln gab es am zweiten Leichtathletik-Tag der Veranstaltung neben Chambers' Triumph auch an den Siegen der Weltmeister Allen Johnson und Maria Mutola.

Die schnelle Frau aus Mozambique bestimmte den 800-Meter-Lauf mit einer Endzeit von 1:58,76 Minuten und verwies die Britin Kelly Holmes (1:59,27 min) sowie die Österreicherin Stephanie Graf (2:00,93 min) auf die Plätze. Der US-Hürdensprinter Johnson (13,16 sec) setzte sich auch auf australischem Boden gegen den kubanischen Olympiasieger Anier Garcia durch und meinte danach: "Es war ein klassischer Kampf."

In einem nicht sehr schnellen 3000-Meter-Hindernislauf konnte sich der neue Weltrekordhalter Brahim Boulami (8:17,73 min), der angeschlagen bei der Weltmeisterschaft in Edmonton nichts zu melden hatte, behaupten. Ihm gelang es damit, den Kenianern um Olympiasieger Reuben Kosgei eine weitere bittere Niederlage beizubringen. Auch das 800-Meter-Rennen bestach nicht durch ein hohes Tempo. So war es der Kenianer William Yiampoy, der nach 1:46,49 Minuten in Abstinenz von Weltmeister Andre Bucher (SUI) und Olympiasieger Nils Schumann (D) jubeln durfte. Vom Verzicht der US-Sprintqueen Marion Jones, die tags zuvor bereits ihre Saison mit einem Sieg beendet hatte, profitierte über 200 Meter Vize-Weltmeisterin Debbie Ferguson (BAH), die in 22,80 Sekunden ihre Leistung von Edmonton bestätigte.

Die einzige deutsche Starterin am zweiten Tag der Goodwill Games war Astrid Kumbernuss. Die Kugelstoßerin aus Neubrandenburg kam über 18,09 Meter und den vierten Platz nicht hinaus, platzierte sich aber noch vor der weißrussischen Weltmeisterin Yanina Korolchik (17,88 m), die seit der WM mächtig abgebaut hat. Die Siegprämie holte sich die Russin Larissa Peleshenko (18,65 m). Das Diskuswerfen gehörte dem Südafrikaner Frantz Kruger, der mit 67,84 Metern Olympiasieger Virgilius Alekna in Schach halten konnte.

In einem gut besetzten Stabhochsprung-Wettbewerb der Frauen gewann standesgemäß Weltrekordhalterin Stacy Dragila (USA) mit 4,55 Metern vor der Russin Svetlana Feofanova und der Australierin Tatiana Grigorieva (beide 4,45 m).

Auf dem Wettkampfprogramm des zweiten Tages standen außerdem die 400 Meter Hürden der Frauen, bei denen sich diesmal die Ukrainerin Tatjana Tereshchuk-Antipova (54,47 sec) durchbiss, und der zweite Tag des Siebenkampfs. Weltmeisterin Yelena Prokhorova kämpfte sich mit 6352 Punkten noch auf den zweiten Platz, musste sich aber ihrer Landsfrau Natalja Roshchupkina (6373) beugen.

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