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Goodwill Games

Die Topstars noch einmal gelockt

Leichtathleten für vier Tage im Blickpunkt der Goodwill Games

03.09.01 (fc) In Moskau hat 1986 die noch junge Geschichte der Goodwill Games begonnen. Von dem erfolgreichen Unternehmer R.E. Turner ins Leben gerufen, hat diese Veranstaltung trotz des wohl klingenden Namens auch einen gewissen kommerziellen Hauch. Bereits am 29. August haben die Goodwill Games 2001 in Brisbane begonnen, morgen steigen die Leichtathleten in das Geschehen ein.

Die Zuschauer erwarten eine ganze Reihe an großen Namen, denen zum Großteil die weite Anreise nach "Down Under" von den am Sonntag stattfindenden Grand-Prix-Finale in Melbourne noch zusätzlich versüßt wird. Ohne Vorkämpfe geht es in Brisbane Schlag auf Schlag. Die derzeit besten Athleten wurden von den Organisatoren eingeladen und man könnte die Goodwill Games fast als eine auf vier Tage gedrängte kleine WM, oder zumindest in diesem Jahr als Edmonton-Revanche in vielen Disziplinen betrachten.

Mit Marion Jones stellt sich am ersten Wettkampftag bereits ein echter Superstar auf den 100 Metern vor. Sie möchte ihre Saison in Australien beschließen und sich danach die verdiente Pause gönnen. Ihr Landsmann Maurice Greene laboriert hingegen immer noch an der Verletzung, die er sich bei der Weltmeisterschaft in Edmonton zuzog, und wird nur als Zuschauer in Brisbane dabei sein. Dagegen peilt sein Trainingskollege Ato Boldon einen Doppelstart über 100 und 200 Meter an und möchte eine Saison, die nicht nach Wunsch für ihn lief, versöhnlich beenden. Die WM-Medaillengewinner Tim Montgomery und Bernard Williams (beide USA) sind seine starken Konkurrenten.

Weltmeister Markov greift noch einmal in das Geschehen ein

Stabhochsprung-Weltmeister Dmitri Markov tauchte seit seinem 6,05-Meter-Satz von Edmonton nicht mehr bei den nachfolgenden großen Meetings auf, will aber in Brisbane vor dem heimischem Publikum seine Ambitionen erneut unterstreichen. Auch Stacy Dragila, Weltrekordhalterin bei den Frauen, verzichtete auf weitere Starts in Europa und wird ein erfolgreiches Jahr in Australien abschließen. Dabei erwartet sie mit Svetlana Feofanova (RUS), Monika Pyrek (POL) and Tatiana Grigorieva (AUS) am Mittwoch eine anspruchsvolle Konkurrenz. Jonathan Edwards (GBR) ist im Dreisprung ein weiterer Star, der sein Kommen angekündigt hat.

Auch deutsche Athleten werden in Brisbane antreten. So hatte Speerwerfer Raymond Hecht schon längst den Termin der Goodwill Games dick in ihrem Kalender eingetragen. Die Neubrandenburgerinnen Astrid Kumbernuss und Franka Dietzsch haben ebenfalls ihre Zusage gegeben. Die Österreicherin Stephanie Graf trifft zu einem weiteren Duell mit Maria Mutola (MOZ) aufeinander. Andere, wie der deutsche Zehnkämpfer Stefan Schmid, der sich auf seinen letzten Zehnkampf des Jahres in Talence konzentriert, verzichteten aber aus verschiedenen Gründen auf die weite Reise und das möglicherweise lockende Geld.

Die Goodwill Games, die erstmals außerhalb Russlands und der USA ausgetragen werden, erstrecken sich bis zum 9. September über insgesamt zwölf Tage und beinhalten 14 Sportarten, die an zehn Wettkampforten, die meisten davon in einem Umkreis von nur fünfzehn Kilometern recht gedrängt, ausgetragen werden. Die 1300 Aktiven werden mit Preisgeldern, Leistungsbonus' und Weltrekordprämien (alles in allem 10 Millionen australische Dollar) entsprechend ihrem Abschneiden entlohnt.

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