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LBBW-Meeting in Karlsruhe
Karlsruher Meeting holt Leichtathletikfans aus der Winterruhe
Wow, wow, wow! Die jungen Russen sorgen für Höhepunkte
29.01.01
(up) Endlich! Die Leichtathletikfans müssen sich nicht mehr mit Videos von Olympia über den Winterschlaf retten: Die internationale Hallensaison hatte hierzulande am Samstag in Karlsruhe ihren Auftakt - mit neuen spannenden Wettkämpfen, Rekorden und Stars.
Die Zuschauer in der vollen Europahalle und vor den Bildschirmen kamen voll auf ihre Kosten.
Jungstar Borzakovskiy läuft über 800m zweitbeste Zeit, die jemals in der Halle erzielt wurde
Die 800 Meter der Männer, bei denen viele ein Duell zwischen Alt (Nico Motchebon) und Jung (Juri Borzakovskiy) erwartet hatten, wurden zum Schaulaufen für das
russische Supertalent Borzakovskiy: Nach 200 Metern noch am Ende des Feldes, lief sich der 19-Jährige in bewährter Manier an die dritte Stelle vor, um dann nach
400 Metern an die Spitze zu gehen und allen leichtfüßig davon zu sprinten. Heraus kam eine Spitzenzeit von 1:44,15 Min - das ist persönliche Bestleistung,
Weltjahresbestleistung und Meetingrekord. Bislang war nur einer jemals schneller in der Halle: Wilson Kipketer, als er 1997 in Paris Weltrekord lief. Watch out for him, Nils!
Nico Motchebon wurde mit 1:48,23 Minuten Vierter und war mit seinem Comeback nicht zufrieden, weil das Rennen "noch zu schwer ging". Es sei immer noch unklar, wie sich das Pfeiffersche Drüsenfieber, unter dem er 2000 litt, auf die Leistung auswirken werde. Motchebon wird noch vier Hallenrennen bestreiten und hofft darauf, dass es im Sommer "wieder richtig gut läuft".
Hallen-Europarekord im Stabhochsprung der Frauen
Die Zuschauer hielten den Atem an, als Svetlana Feofanova dreimal nur knapp die Höhe von 4,63 m riss, was Hallenweltrekord bedeutet hätte. Unzufrieden war die junge Athletin dennoch nicht, fährt sie doch als neue Halleneuroparekordlerin (4,58 m) nach Hause. Ihre Bestleistung hat sie in Karlsruhe um ganze 13 cm nach oben geschraubt! Auch die Zweitplatzierte, Jelena Belyakova, steigerte sich um 11
Zentimeter. Ihren Europarekord los ist dagegen Nicole Rieger-Humbert. Bei ihr, wie auch bei Yvonne Buschbaum, lief der erste Wettkampf der Saison mit 4,28 m nicht ganz nach Wunsch.
Mikitenko überrascht die Konkurrenz mit beherztem Rennen über 1500 Meter
"Dieser erste Hallenwettkampf hat Spaß gemacht. Das habe ich nach nur fünf Sekunden Laufen gemerkt." Die Zuschauer auch, denn Irina Mikitenko lief nicht nur der Silbermedaillengewinnerin von Sydney, Gete Wami, sondern auch deren Landsfrau Kutre Dulecha, Carla Sacramento und dem Rest des Feldes vom Start weg davon. Ihren Vorsprung konnte sie bis ins Ziel halten; Dulecha kam in ihrem Schlussspurt nur bis auf zwei Meter an sie heran. Irina Mikitenkos Mut hat sich gelohnt: Die Quali für die Hallenweltmeisterschaften hat sie mit 4:07,45
Minuten schon in der Tasche.
Umfassender
Bericht zum LBBW-Meeting
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