|
Grand-Prix-Meeting in Lausanne Schnelle Zeiten auf den Mittelstrecken Sieben Weltjahresbestleistungen bei "Athletissima"
Zur Freude des begeisterten Publikums drückte der Schweizer Star Andre Bucher dem 800-Meter-Lauf seinen Stempel auf. In 1:43,58 Minuten lief er ungefährdet zu einer neuen Weltjahresbestzeit, zu der ihn der deutsche Tempomacher Mark Eplinius geführt hatte. Die Afrikaner kämpften hinter Bucher nur noch um die Plätze. Der Algerier Ali Saidi Sief stand dem in nichts nach und blieb über 1500 Meter in 3:29,51 unter 3:30 Minuten. Er siegte in dieser neuen persönlichen Bestzeit klar und deutlich vor dem Rest des Feldes. Der kenianische Olympiasieger Noah Ngeny (3:33,63 min) hatte das Nachsehen. Über 3000 Meter trumpften die Kenianer dafür umso mehr auf und landeten, angeführt von Paul Bitok (7:32,61 min), auf den ersten fünf Plätzen. In einem interessanten Rennen über 400 Meter Hürden behauptete sich Olympiasieger Angelo Taylor (USA) in 47,95 Sekunden gegen seinen französischen Vorgänger Stephane Diagana (48,08 sec). Der Kubaner Anier Garcia gewann auf den 110 Meter Hürden in 13,24 Sekunden hauchdünn vor dem wiedererstarkten Larry Wade (USA). Löst Jenny Adams im Hürdensprint Gail Devers ab? Die USA haben eine neue Hoffnung im Hürdensprint der Frauen. Unbeeindruckt von ihren Konkurrentinnen eilte Jenny Adams mit einer Zeit von 12,68 Sekunden zum Sieg vor der Jamaikanerin Delloreen Ennis-London (12,73 sec). Gail Devers (USA) musste mit dem fünften Platz Vorlieb nehmen. Auf der längeren Hürdendistanz bewies die Marokkanerin Nezha Bidouane ihre Klasse. Sie setzte sich in 54,02 Sekunden gegen das internationale "Who's who" in dieser Disziplin durch. Den Sieg über 800 Meter schnappte bei den Frauen Irina Mistyukevich (1:58,80 min) auf den letzten Metern noch ihrer Landsfrau Natalja Tsaganova (1:58,74 min) weg. Mit Olga Raspopova wurde eine weitere Russin eine Zehntel hinter Mistyukevich Dritte. Frauen: Starker Hochsprung, aber nur mäßiger Weitsprung mit Heike Drechsler
Maurice Greene und Marion Jones geben sich keine Blöße Überraschungen in den Sprints blieben aus. Die US-Stars Maurice Greene und Marion Jones gaben sich über 100 Meter in 9,90 bzw. 11,04 Sekunden keine Blöße, wobei Chandra Sturrup (BAH) der dreifachen Olympiasiegerin bis auf eine Hunderstel "auf die Pelle" rückte. Greene humpelte zwar im Ziel erstmal wieder, hatte jedoch seine Weltjahresbestzeit eingestellt. Über 200 Meter untermauerte Ramon Clay (USA) mit einer Zeit von 20,05 Sekunden, ebenfalls die schnellste in dieser Saison, seine Ambitionen für die Weltmeisterschaft. Im
Speerwurf attackierte Olympiasieger Jan Zelezny (CZE) vergeblich die
90-Meter-Marke. Mit 89,94 Metern verpasste er diese knapp, diktierte aber den
Wettkampf nach Belieben. Der angeschlagene Raymond Hecht (D) wurde mit 82,37
Metern vor Boris Henry (82,25 m) Vierter. Der deutsche Meister Peter Blank erwischte keinen
guten Tag und verpasste mit 75,89 Metern den Endkampf der besten Acht ebenso wie
Peter Esenwein (72,42 m).
|
|