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U18-Länderkampf in Südfrankreich

Deutscher Nachwuchs beeindruckt
mit Sieg beim Vierländerkampf

02.08.00 Um die Zukunft der deutschen Leichtathletik braucht einem eigentlich nicht bange zu sein - zumindest nach den Ergebnissen des traditionellen U18-Länderkampfs am vergangenen Sonntag zu urteilen. Die besten 16- und 17jährigen Nachwuchsleichtathleten aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Tschechien trafen sich zum Leistungsvergleich im süd-französischen Saint Jean de Luz.

Das deutsche Team wurde aufgrund der Resultate der Deutschen B-Jugendmeisterschaften Mitte Juli in Dresden zusammengestellt. Für viele der jungen Athletinnen und Athleten war es der erste Einsatz im Nationaltrikot. Um so bemerkenswerter, daß viele ihr Leistungsniveau von den nationalen Titelkämpfen nochmals steigern oder zumindest halten konnten. 

So gab es in der Endabrechnung für die Mädchen einen Sieg, der so deutlich ausfiel, dass auch der zweite Rang bei den Jungs kompensiert und die Gesamtwertung des Länderkampfs vor dem Gastgeber gewonnen werden konnte. Doppelsiege gab es im Stabhochsprung durch Stephanie Lax (3,95 Meter) und Julia Hütter (3,85 Meter) sowie im Dreisprung durch Claudia Kreft (12,70 Meter) und Frauke Thrun (12,57 Meter).

Im Speerwerfen dominierte Stephanie Hessler mit 54,00 Meter, im 5.000 Meter Gehen Ulrike Sischka mit 24:50,67 Minuten. Ihrem deutschen Meistertitel von Dresden im Hochsprung ließ Dagmar Kulma den Sieg in Saint Jean de Luz folgen (1,79 Meter). Verena Rauch musste sich im 100-Meter-Sprint in 11,81 Sekunden nur um 1 Hundertstelsekunde geschlagen geben, hielt sich dafür aber über die doppelte Distanz schadlos, die sie in 24,77 Sekunden für sich entschied. Die 3.000 Meter gewann die Chemnitzerin Steffi Günther, und über 400 Meter gab es durch Eileen Müller und Katharina Gröb sogar einen Doppelsieg.
Beim männlichen Team überzeugten Peter Kapustin (56,27 Meter) und Michael Berlep (54,00 Meter) mit Rang 1 und 2 sowie Bestleistungen im Diskuswurf. Eine Klasse für sich stellten im Kugelstoß Philipp Barth (19,29 Meter) und im Speerwurf Sascha Schlesier (68,37 Meter) dar. Über 400-Meter-Hürden distanzierte Lars-Birger Hense nach 53,42 Sekunden die Konkurrenz deutlich. 

Der deutsche Nachwuchs hat mit diesem Ergebnis einmal mehr seine führende Rolle in Europa unterstrichen. 

www.steeple.de / www.leichtathletik.de beobachtet in dieser Rubrik regelmäßig den deutschen Leichtathletik-Nachwuchs, blickt auf Jugend-Veranstaltungen zurück, analysiert die Nachwuchssituation und stellt aussichtsreiche Talente vor.

 

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