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13. Deutsche Jugend-Meisterschaften in Dresden

Katja Hödl überragend

Rückblick B-Jugend

18.07.00 Die Leistungsschau der besten 16- und 17jährigen Nachwuchsathleten bei den 13. Deutschen B-Jugendmeisterschaften vom 14.–16. Juli in Dresden zeigte ein erfreulich hohes Leistungsniveau, sowohl in der Spitze als auch in der Breite. In einigen Disziplinen sind Athleten der jüngeren Nachwuchsklasse sogar in der Lage, bereits mit den besten A-Jugendlichen mitzuhalten.

Bei der Vielzahl an guten Ergebnissen fällt es schwer, einzelne Leistungen besonders herauszuheben, doch das absolute Highlight gab es wohl schon am ersten Tag der Veranstaltung: Bei deutlich zu kühlen Temperaturen, die durch den ein oder anderen Regenschauer nicht gerade athletenfreundlich ergänzt wurden, ermittelten die Mädchen den Meistertitel über die 100-Meter-Hürden. Mit Sandra Dömming (TSV Speyer), Tina Klein (TV Hechingen), Katja Hödl (LG Seligenstadt) und Sylvia Krause (TuS Jena) setzten in den Vor- und Zwischenläufen bereits die Favoritinnen die Akzente, wobei die Jahresschnellste, Tina Klein, mit 13,79 Sekunden im Zwischenlauf nochmals ihre Favoritenrolle unterstrich. Im Finale langte es für die Württembergerin trotz persönlicher Bestzeit von 13,72 Sekunden „nur“ zu Silber. Mit einem Start-Ziel-Sieg sicherte sich die bravourös laufende Katja Hödl von der LG Seligenstadt in neuer deutscher Jahresbestzeit von 13,69 Sekunden ihren ersten Deutschen Meistertitel. Bronze holte sich in 13,82 Sekunden Sylvia Krause.

Nicht nur Hödl und Klein wurden für ihre Glanzvorstellung mit der Nominierung für den U18-Länderkampf am letzten Juliwochenende in Frankreich belohnt: Auch Eileen Müller (Haldensleber SC) wird nach ihrem souveränen 400-Meter-Sieg in ausgezeichneten 54,87 Sekunden diese Reise antreten.

Doppelmeisterin im Sprint wurde Verena Rauch (LG Leimen/St. Ilgen). Über die 100 Meter ließ sie in 11,80 Sekunden die Konkurrenz deutlich hinter sich, über die doppelte Distanz war sie nach 24,62 Sekunden im Ziel.

Über 3.000 Meter überzeugte Steffi Günther vom LAC Erdgas Chemnitz: Der Schützling von Erfolgscoach Bernd Dießner setzte sich in 9:54,59 Minuten erfolgreich gegen den Endspurt der noch der Schülerklasse angehörenden Katharina Walther (LG Rüsselsheim) zur Wehr.

Eine weitere Schülerin sorgte im Hochsprung für Furore: Dagmar Kulma (LAZ Zweibrücken) war mit 1,82 Metern eine Klasse für sich. Gleiches galt im Diskuswurf für Sabine Rumpf (LSG Goldener Grund), die mit 47,03 Metern ihrer Favoritenstellung gerecht wurde.

Stark auch die 12,69 Meter der Dreisprungmeisterin Frauke Thrun (SG Turbine Lauta), spannend bis zum Schluß der Weitsprung: Erst im sechsten Durchgang viel die Entscheidung zu Gunsten von Karin Schwanengel (Team Erfurt, 6,10 Meter).

Mit drei deutschen Meistertiteln kehrte der Potsdamer Andre Streese aus der sächsischen Hauptstadt zurück: Über 110-Meter-Hürden siegte er in 13,90 Sekunden, über die wiedereingeführten 200 Meter in 21,84 Sekunden. Titel Nummer drei holte Streese mit seinen Teamkollegen in der 4 x 100-Meter-Staffel (42,06 Sekunden).

Beachtlich auch die 53,06 Sekunden, die Lars Birger Hense (Barmer TV Wuppertal) für den Titelgewinn über 400-Meter-Hürden benötigte, und die 71,03 Meter, mit denen Mark Newton (UAC Kulmbach) die Konkurrenz im Hammerwerfen deklassierte.

 

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