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Junioren-Weltmeisterschaft in Chile

Acht Medaillen das DLV-Ziel

Die Steeple-Vorschau auf die Junioren-WM

14.10.00 (fc) Für die besten deutschen Nachwuchsathleten und ihre Heimtrainer stellen die 8. Junioren-Weltmeisterschaften, die am kommenden Dienstag in Santiago de Chile beginnen, eine echte trainingsmethodische Herausforderung dar: Wohl noch nie wurde ein Saisonhöhepunkt so spät terminiert. "Dreifachperiodisierung" heißt das Zauberwort, hinter dem sich eine optimale Vorbereitung auf die Titelkämpfe der besten U20-Athleten verbirgt. Nach dem letzten und wichtigsten Nominierungswettkampf, den Deutschen Junioren-Meisterschaften Ende August in Jena, bedeutete dies: nochmals eine harte Trainingsetappe einschieben, den ein oder anderen Testwettkampf absolvieren, um sich dann am vergangenen Dienstag bestens präpariert ins Flugzeug nach Chile setzen zu können. 

Vor zwei Jahren, bei den letzten U20-Welt-Titelkämpfen in Frankreich, holte der DLV acht Medaillen. Auch für Chile hat Wolfram Ruth, verantwortlicher Bundestrainer für die Jugend-Nationalmannschaft, diese Zahl an Edelmetallen als Zielvorgabe definiert. 

Einzige deutsche Titelverteidigerin, nach dem verletzungsbedingten Verzicht von Hammerwerferin Bianca Achilles, ist Sabine Zimmer im 10.000 Meter Gehen. Die Potsdamerin möchte natürlich in Santiago de Chile wieder aufs Siegerpodest. 
Beste Aussichten auf einen Medaillenrang hat auch Kugelstoßerin Kathleen Kluge (Hallesche Leichtathletik-Freunde), die sich mit 16,80 Metern auf Position zwei der aktuellen Weltbestenliste der Junioren befindet.
Sina Schielke reist mit der Empfehlung von drei Goldmedaillen, die sie bei den letztjährigen europäischen Titelkämpfen einheimste, nach Chile: Über 200 Meter wird die Sprinterin der LG Olympia Dortmund ganz vorne mitmischen können. Auch die 4x100-Meter-Staffel der Juniorinnen, mit Sina Schielke, zählt zu den heißen Medaillen-Kandidaten des DLV.
Die Qual der Wahl hatte Nadine Hentschke: Der Shootingstar dieser Saison vom Team Niederrhein hatte sich im Weitsprung und über 100-Meter-Hürden für die WM empfohlen. Doch der Zeitplan läßt einen Doppelstart nicht zu, so daß die 18jährige sich ganz der Hürdenstrecke widmen wird: Als Achte der Weltrangliste hat sie gute Perspektiven, sich fürs Finale zu qualifizieren.
Und für einige Athleten wird die Tagesform ausschlaggebend für den Erfolg in Chile sein: Annika Becker (LG Alheimer Rotenburg/Bebra) könnte mit einer persönlichen Bestleistung durchaus in Richtung der Medaillenränge vorstoßen; Gleiches gilt für Hochspringerin Katja Schötz (LC Cottbus), Weitspringerin Korina Fink (SC Neubrandenburg), Diskuswerferin Julia Bremser (SV Hohenstein) und Mehrkämpferin Antonia Schulze-Borges (TK zu Hannover). 

Beim männlichen Nachwuchs ruhen die Hoffnungen vor allem auf den Mehrkämpfern: Platz 1 und 2 nehmen Dennis Leyckes (LAV Bayer Uerdingen Dormagen) und André Niklaus (LG Nike Berlin) in der aktuellen Weltrangliste der Junioren ein - Optimismus ist also berechtigt. 
Hürdensprinter Thomas Blaschek (TuS Jena) war bereits bei den europäischen Titelkämpfen im vergangenen Jahr Bronze-Medaillen-Gewinner. Und in diesem Jahr gewann der Schützling von Stefan Poser alles, was es zu gewinnen gab: Deutsche Jugendmeisterschaft und Deutsche Juniorenmeisterschaft sowie die Junioren-Gala in Mannheim. 
Mit konstant guten Leistungen wusste Dreispringer Rudolf Helpling (LC 07 Bergheim) während dieser Saison zu überzeugen, so dass ihm bei der JWM durchaus eine positive Überraschung zuzutrauen ist. 
Sicherlich fiel Wolfram Müller die Entscheidung nicht leicht, auf welche Strecke er sich beim internationalen Saisonhöhepunkt konzentrieren sollte. Der Ausnahmeathlet vom LSV Pirna rangiert weltweit auf Position vier über 800 und Position drei über 1.500 Meter. Nun ist eine Medaille über die längere Distanz sein erklärtes Ziel in Santiago de Chile.

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